Datum & Uhrzeit

Datum 30. August 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

Ursula Görsch – Unbekannte Horizonte

Kammermusik-Abend für die Bremer Komponistin Ursula Görsch mit der Uraufführung eines vertonten Textes eines walisischen Dichters.

Eine Veranstaltung des Freundeskreises Ursula Görsch

Achtung!: Aufgrund der aktuellen Corona-Bedingungen können Sie Ihre Karten erst ab einer halben Stunde vor Konzertbeginn abholen. Gehen Sie dann bitte direkt in den Saal und suchen sich einen der freigegebenen Plätze. Bitte keine unnötigen Wege.

 

12,50 25,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine halbe Stunde vor Beginn):


Clemens-C. Löschmann – Gesang und Rezitation
Raffi Geliboluoglu – Cello
Moritz Koch
– Percussion
Machiko Totani
– Klavier
Andreas Salm – Klarinette
Lilia Gilmanov – Klavier

Programm:
Ursula Görsch: Vertonung des Textes eines walisischen Dichters. Uraufführung.
Philipp Scharwenka (1847 – 1917): Sonate für Violoncello und Klavier in g-moll op. 116

„Als ich nach langer Krankheit nachhause zurückkehrte, schenkte mir ein Freund ein Gedicht eines walisischen Dichters mit der Bitte, diesen zu vertonen. Nachdem ich mich einige Zeit mit dem Text beschäftigt hatte, kamen wir in intensive Gespräche über die Aussage des Textes und trafen uns in der Deutung, dass es ein Aufruf an die Menschen sei, ihrem Leben einen bewussten Sinn zu geben und es mit Verantwortung zu führen. Dieser Gedanke trug mich durch die Arbeit an der Komposition.“
Ursula Görsch

Der aus Posen stammende Philipp Scharwenka (1847 – 1917) ist eng mit dem von seinem Bruder Franz Xaver Scharwenka (1850 – 1924) gegründeten Musikkonservatorium in Berlin verbunden. Neben seiner Aufgabe als Pädagoge sah sich Scharwenka vor allem als Komponist. Seine sinfonischen Werke, darunter drei Sinfonien, einige Chorwerke und eine Oper, fanden zu seinen Lebzeiten große Anerkennung.
Zunehmend setzte sich Scharwenka auch mit der Kammermusik auseinander. Seine einzige Sonate für Violoncello und Klavier in g-moll op. 116 aus dem Jahr 1909 widmete er dem jungen Cellisten Jacques van Lier (1875 – 1951), Solocellist der Berliner Philharmoniker. Das 12-minütige Werk hat eine recht ungewöhnliche Form. Es besteht aus nur einem Satz, der sich in verschiedene Abschnitte gliedert, die thematisch in enger Verbindung zueinander stehen. Kompositorisch überaus geschickt und wirkungsvoll inszeniert Scharwenka die Sonate als ein Werk, das mit seinem elegisch-düsteren, aber zugleich auch pathetisch-dramatischen Tonfall m.E. sehr gut zum Thema des Gedichtes von Dylan Thomas passt. Vorherrschend ist in dieser Musik ein melancholischer, ein nachdenklicher Charakter, aber auch ein vergebliches Aufbäumen gegen die düstere Stimmung, die die Sonate beherrscht.
Warum Scharwenka dieses geradezu depressive Werk ausgerechnet Jacques van Lier als einem jungen Musiker gewidmet hat, ist nicht bekannt und wird womöglich nicht mehr zu ermitteln sein, ist doch der größte Teil von Scharwenkas Nachlass im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.

Ursula Görsch wurde am 4.3.1932 in Bremen geboren. Mit 6 Jahren Klavierunterricht, später auch Querflötenstudium. Abitur und pädagogische Hochschule mit Fachrichtung Musik.
Unterrichtstätigkeit und freie Mitarbeiterin bei Radio Bremen. Währenddessen Beginn der Kompositionstätigkeit. Erste Aufführungen.
1964 bis 1969 Auslandsschuldienst in Istanbul/Türkei. Dort Gründung des ersten türkischen Jugendkammerorchesters. Zahlreiche Konzerte in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Orgeldienst an der deutschen evangelischen Kirche.
Nach der Rückkehr 1969 weiteres Studium an der Musikhochschule Karlsruhe.
Rückkehr nach Bremen. Neben dem Unterricht an einem Bremer Gymnasium intensive Kompositionstätigkeit und zahlreiche Aufführungen. 1974 – 1986 Vorsitzende von „Jugend musiziert „für Bremen – Stadt, 1985 – 1995 Lehrauftrag an der Universität Bremen und 1997 – 2005 Dozentin an der Valley View University/Ghana.

Interviews in diversen Fachbüchern und –Zeitschriften.
1989 Preis der Gerhard-Maasz-Stiftung für die „Cantata curiosa“.
2015 wurde Ursula Görsch in Anerkennung ihres Lebenswerkes zum Ehrenmitglied im Landesmusikrat Bremen ernannt.
2017 erhielt Ursula Görsch den Johann-Wenzel-Stamitz-Preis der Künstlergilde Esslingen.

In diesen Jahren erfolgten zahlreiche Aufführungen an namhaften Konzertorten so wie Vorträge an der Universität Oldenburg.

Eine Veranstaltung des Freundeskreises Ursula Görsch