Datum & Uhrzeit

Datum 17. Juni 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

Stephan Schrader spielt Weinberg

Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges hat Stephan Schrader sich entschlossen, die 24 Präludien für Cello Solo des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg aufzuführen. Spätestens seit der posthumen szenischen Uraufführung seiner Ausschwitz-Oper Die Passagierin bei den Bregenzer Festspielen 2010 wurde die künstlerische Dimension erkannt, um die es sich bei diesem Komponisten handelt.

Mit freundlicher Unterstützung von der Uwe und Karin Hollweg Stiftung sowie den Sieben Faulen e.V.

DIESES KONZERT WURDE VERSCHOBEN VOM 14. FEBRUAR 2021. BEREITS ERWORBENE TICKETS BEHALTEN IHRE GÜLTIGKEIT. BITTE ACHTEN SIE AUF UNSERE ANKÜNDIGUNGEN


Stephan Schrader –  Violoncello

Mieczyslaw Weinberg (1919-1996): 24 Präludien op. 100 für Violoncello solo

Stephan Schrader ist Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Er entwickelt sehr verschieden eigene Programme. Solistische Projekte der letzten Jahre:
Alle sechs Cello-Suiten von J.S. Bach an einem Tag (bereits 19 Konzerte).
Sein unterhaltsames Programm CELLO-LOOP erschien 2015 auf CD.

Anlässlich 75 Jahre Kriegsende hatte er für 2020 eine Konzertreise mit den 24 Präludien für Violoncello solo von Mieczyslaw Weinberg geplant.

Mieczyslaw Weinberg, 1919 als Sohn jüdischer Eltern, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus Moldau fliehen mussten, in Warschau geboren, floh beim Überfall der Deutschen auf Polen 1945 nach Minsk. Seine Familie wurde ermordet. 1947 musste er abermals fliehen und ging nach Taschkent, von wo ihn Schostakowitsch nach Moskau einlud. Dort wurde er später verhaftet, weil ihm wohl vorgeworfen wurde, er plane die Errichtung eines jüdischen Staates auf der Krim. Obwohl sich Schostakowitsch für ihn verwendete, wurde Weinberg erst nach Stalins Tod aus der Haft entlassen. Er starb 1996 in Moskau.

Sein umfangreiches Werk wird in den letzten Jahren (neu) entdeckt und zunehmend aufgeführt.

Die 24 Präludien für Violoncello solo sind anrührende, nachdenkliche und fragile, dabei kraftvolle und abwechslungsreiche Miniaturen, die die Intimität und den Farbenreichtum des Cellos in der ganzen Bandbreite ausnutzen.