Datum & Uhrzeit

Datum 31. Oktober 2019
Beginn 18:00
Kasse 17:00

musicadia 2019 – „Tage für Alte Musik“ 31.10.- 03.11

Hille Perl und Renate Wolter-Seevers – Kuratorinnen der musicadia-Reihe im Sendesaal, haben in diesem Jahr ViolinistInnen der europäischen Top-Liga nach Bremen eingeladen, um in vier Konzerten die Vielfalt des Instruments in verschiedenen musikalischen Konstellationen präsentieren zu können.

Hier können Sie Festival-Tickets kaufen, wenn sie alle 4 Konzerte der Reihe besuchen möchten:

Einzeltickets bitte unter den jeweiligen Konzerten kaufen!

50,00 80,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Die Violine im Wandel der Zeiten

2019 steht bei der musicadia die Violine im Mittelpunkt des Festivals.
Kaum ein Melodieinstrument hat die wechselvolle Geschichte der letzten 500 Jahre auf dem europäischen Kontinent, den Wandel der Epochen und so unverkennbar und unverzichtbar überdauert, wie die Geige: jedes Kind erkennt sie sofort, die typische Haltung und die weite Verbreitung in allen musikalischen Zusammenhängen und Zeitaltern hat bewiesen, die Violine ist und bleibt unverzichtbar. Dennoch hat selbstverständlich auch die Geige – wie fast alle anderen Instrumentengattungen auch – erhebliche Modernisierungen und baulichen Veränderungen durchleiden müssen: zwar bleiben wir immer bei denselben vier Saiten in Quintstimmung und nahezu unveränderter Größe durch die Jahrhunderte, selbstverständlich gab es aber auch bei der Violine  – und den dazugehörigen Bögen im Verlauf der Jahrhunderte diverse bauliche Veränderungen. Die musicadia konzentriert sich in diesem Jahr auf die barocke Hochzeit der Violinmusik, die Zeit der Entwicklung  von der Violine als vordringlichstes Ensembleinstrument zu hochvirtuoser Solomusik verschiedener Ausprägung.

Das erste Konzert der Reihe befasst sich mit Kompositionen verschiedener Violinvirtuosen um oder im Vorfeld Johann Sebastian Bachs. Wir hören eine selten gespielte und äußerst virtuose Sonate von Johann Paul Westhoff aus Dresden, dazu eine sehr amüsante und theatralische Darstellung verschiedenster Instrumente auf einer Geige von Johann Jacob Walther eingerahmt von Werken Johann Sebastian Bachs und seines Onkels Johann Christoph Bach. Midori Seiler, die bekannte Virtuosin wird hierbei von ihrem Partner Christian Rieger auf dem Cembalo begleitet.

Zwei extravagante vierstimmige Ricercare Giovanni Maria Trabacis umrahmen Claudio Monteverdis Klagegesang der Maria. Maria als Fürsprecherin der Menschen und ihre Klage über den gekreuzigten Sohn stehen im Mittelpunkt der gewählten  Werken von Antonio Vivaldi, Antonio Caldara und Nicola Porpora. Vivaldis concerto für Streicher „il madrigalesco“ erstaunt in seiner harmonischen und stilistischen Nähe zu den einhundert Jahre vorher erschienenen Ricercaren Trabacis.

Wie immer wird das Barockensemble der Hochschule für Künste Bremen wieder einen Beitrag zum Thema leisten: unter der Leitung der derzeitigen Vertretungsprofessorin Veronika Skuplik wird einer der großen Meister des 17. Jahrhunderts im Mittelpunkt des Konzertes stehen, der schon von seinen Zeitgenossen geliebte und verehrte  Vogtländer Johann Rosenmüller. Rosenmüller  hatte in Italien studiert und von dort wichtige Anregungen zurückgebracht, was in vielen seiner Ensemblewerke deutlichen Niederschlag findet. 2019 feiern wir seinen 400. Geburtstag

Das Abschlusskonzert wiederum befasst sich mit der Entwicklung virtuoser Violinmusik im Frankreich, dessen Höhepunkt wohl die Sonaten von  François Francoeur  und Jean-Marie Leclair bilden. Die aufstrebende Virtuosin Plamena Nikitassowa hat mit ihrem Ensemble ein Programm entwickelt, was die Entwicklung höfisch geprägter Suitenformen zu virtuosen Sonaten in  unterschiedlichen Formen beleuchtet: ausgehend von dem Bild der Violine zu Lullys Zeiten bis hin zum späten Sonatenstil  zu Zeiten Ludwig XV werden Werke von Jean -Féry Rebel, Elisabeth de la Guerre und François Duval erklingen.