Datum & Uhrzeit

Datum 24. November 2022
Beginn 20:00
Kasse 19:00

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Landesjugendorchester Bremen, Ltg. Stefan Geiger, Solistin Tanja Tetzlaff

Die Cellistin Tanja Tetzlaff bringt Antonin Dvoraks selten gespieltes Cellokonzert A-Dur zu Gehör mit dem Landesjugendorchester Bremen unter der Leitung Stefan Geiger.

 

14,00 28,00 

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ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

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(nur am Konzertabend, ab einer Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Landesjugendorchester  Bremen
Stefan Geiger
– Leitung
Solistin: Tanja Tetzlaff 
– Violoncello

Programm:
Bedrich Smetana: Die Moldau
Anton Dvorak: Cellokonzert A-Dur (instrumentiert von G. Raphael)

Mit der Uraufführung seiner Tondichtung „Mein Vaterland“ wurde Bedrich Smetana 1882 zum „Begründer der der tschechischen Nationalmusik“. In Deutschland begeisterte zumindest ein Satz aus diesem Werk, mit dem Titel „Die Moldau“ ein großes Publikum (…und viele Schüler im Musikunterricht. Lässt sich doch an diesem Werk so wunderbar das Thema „Programmmusik“ behandeln)

Sehr viel weniger erklingt Dvoraks Cellokonzert in A-Dur, wird doch meistens das spätere Konzert für Cello in h-moll vorgezogen. Zu Unrecht – wie Günther Raphaels Orchestrierung des Dvorak´schen Klavierauszugs beweist.

Die Cellistin Tanja Tetzlaff gehört seit Jahrzehnten sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin zu den prägendsten Musikerinnen ihrer Generation. Ihr Spiel zeichnet sich insbesondere durch einen einzigartig feinen und nuancierten Klang aus, der immer mit kultivierter Musikalität einhergeht. Das besondere Markenzeichen von Tanja Tetzlaff ist ihr außergewöhnlich breites Repertoire und die Lust auf grenzübergreifende Konzertformate.  Über die klassische Musikpräsentation hinauszugehen, andere Kunstformen miteinzubeziehen
und sich mit dem Zeitgeschehen auseinanderzusetzen, ist Tanja Tetzlaff ein besonderes Anliegen. Sie spielt alle Standardwerke der Celloliteratur, ist aber auch gefragte Interpretin für Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei liegen ihr besonders die Cellokonzerte von Unsuk Chin, John Casken, Witold Lutosławski, Jörg Widmann und Bernd Alois Zimmermann am Herzen.
Highlights der Saison 2020/21 sind die Uraufführung des Doppelkonzertes für Cello & Percussion von Rolf Wallin, das Tanja Tetzlaff unter der Leitung von Jaime Martin beim Gävle Symphony Orchestra im Januar 2021 präsentierte. Als Solistin ist die darüber hinaus auch beim Trondheim Symphony Orchestra, Belgrade Philharmonic sowie beim Nationaltheater-Orchesters Mannheim zu erleben. Im Bereich der Kammermusik wird sie zusammen mit ihrem Bruder Christian, dem Pianisten Lars Vogt, ihrem Ehemann Florian Donderer, als Teil
des Tetzlaff Quartetts und in Zusammenarbeit mit dem Signum Saxophon Quartett u.a. in der Philharmonie Köln, in der Elbphilharmonie, beim Kissinger Sommer, bei den Schwetzinger Festspielen, bei den Albert Konzerten Freiburg, im Nikolaisaal Potsdam sowie in London, Paris und Evian zu erleben sein.
Im Verlauf ihrer Karriere spielte Tanja Tetzlaff u. a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Konzerthausorchester Berlin, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Philharmonia Orchestra in London und Scottish Chamber Orchestra, Orchestre de Paris, Polish National Radio Symphony Orchestra, und Cincinnati Symphony Orchestra sowie Tokyo Metropolitan und NHK Symphony Orchestra. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten, darunter Alan Gilbert, Daniel Harding, Philippe Herreweghe,
Heinz Holliger, Paavo Järvi, Sir Roger Norrington und Robin Ticciati.
Tanja Tetzlaff ist eine gefragte Kammermusikerin und konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals, z. B. in Edinburgh, Bergen, Baden-Baden und bei den Schwetzinger Festspielen, bei denen sie im Mai 2019 „Artist in Residence“ war. Weitere Partner sind Leif Ove Andsnes, Sharon Kam, Alexander Lonquich, Julian Prégardien, Baiba Skride, Antje Weithaas, Carolin Widmann und Hans-Kristian Kjos Sörensen. Tanja Tetzlaff ist Gründungsmitglied des Tetzlaff Quartetts und gastiert seit 1994 gemeinsam mit Christian Tetzlaff, Elisabeth
Kufferath und Hanna Weinmeister weltweit. Mit Lars Vogt und Christian Tetzlaff bildet sie zudem ein festes Klaviertrio.
Einspielungen erscheinen bei CAvi, Ars, NEOS und Ondine, darunter Konzerte von Wolfgang Rihm und Ernst Toch. Im Oktober 2019 wurde eine Solo-CD mit Bach-Suiten und Werken von Thorsten Encke veröffentlicht. Im Frühjahr 2020 erschien die Veröffentlichung der Beethoven-Quartette mit dem Tetzlaff Quartett sowie auch des Klavierquintetts von Suk.
Tanja Tetzlaff studierte an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor Heinrich Schiff. Sie spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776.
Tanja Tetzlaff arbeitet mit der Umweltagentur Arktik zusammen und setzt sich für weltweite Klimaschutzprojekte ein.

Das Landesjugendorchester Bremen (LJO Bremen), geleitet von Prof. Stefan Geiger, versammelt junge, talentierte Musiker aus Bremen und Umgebung, um gemeinsam Orchesterwerke zu erarbeiten und im norddeutschen Raum aufzuführen. Bereits 1971, und damit als eines der ersten Landesjugendorchester in Deutschland, wurde es als Kammerorchester gegründet. Ziel ist es damals wie heute, zu einer späteren professionellen Auseinandersetzung mit Musik, beispielsweise im Rahmen eines Musikstudiums, beizutragen. Schwerpunkt bilden die regelmäßigen Arbeitsphasen des Orchesters, die von Dozenten begleitet werden, die aus hochrangigen norddeutschen Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Bremer Philharmonikern und des NDR Elbphilharmonie Orchesters Hamburg kommen. Etliche der ehemaligen Musiker des LJO Bremen sind inzwischen selbst als Berufsmusiker in deutschen Berufsorchestern tätig Es erklangen in den vergangenen Jahren Interpretationen des Kernrepertoires der Orchesterliteratur: Die großen Sinfonien von Johannes Brahms, Anton Bruckner, Ludwig van Beethoven, Gustav Mahler oder Hector Berlioz ebenso wie die Ballettmusiken zu „Le Sacre du Printemps“, „L’Oiseau de feu“ und „Petruschka“ von Igor Strawinsky oder Maurice Ravels „Daphnis et Chloé“.
Zu den Solisten, die mit dem Orchester gespielt haben, gehören internationale Künstler wie Tanja Becker-Bender (Violine), Tanja Tetzlaff (Violoncello) oder Jeroen Berwaerts (Trompete). Partner, wie der Richard Wagner Verband Bremen haben u. a. erfolgreiche Aufführungen ermöglicht, wie die Kinderoper „Amahl und die nächtlichen Besucher“ von Gian Carlo Menotti oder Richard Wagners „‚Ring‘ ohne Worte“. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen lud das Landesjugendorchester bereits drei Mal in ihr bekanntes Festival „Sommer in Lesmona“ ein.
Besonders sind die Filmprojekte des Orchesters hervorzuheben, die in regelmäßiger Zusammenarbeit mit dem Kommunalkino City 46 durchgeführt werden. So begleitete das LJO Bremen beispielsweise 2011 den Stummfilmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang, 2013 Charlie Chaplins „City Lights“ und 2015 den Klassiker „Nosferatu“. 2017, im Jahr der 20-jährigen Zusammenarbeit des LJO Bremen mit dem City 46, begleitete das Orchester den Stummfilm „Der General“ von Buster Keaton, 2019 Charlie Chaplins „Goldrausch“, 2021 Paul Wegeners „Der Golem, wie er in die Welt kam und 2022 Murnaus „Der letzte Mann“

Auch im Ausland stellen die jungen Musiker regelmäßig ihre musikalische Qualität unter Beweis: u. a. 1998 in Brasilien, 2003 in Belgien und den Niederlanden, 2005 in Bosnien-Herzegowina, 2011 in Portugal und 2014 in Bulgarien und China. Eine weitere Auslandsreise, auf Einladung der Europäischen Kulturhauptstadt Plovdiv, führte 2019 erneut nach Bulgarien. Zum Konzertkalender des LJO Bremen gehört auch der German Game Music Award, der nach den Jahren 2012, 2014 und 2016 nun 2019 bereits zum vierten Mal stattgefunden hat und in Zusammenarbeit mit dem Bremer Konzerthaus Die Glocke, Radio Bremen und dem Verlag Universal Edition in Wien gestaltet wird. Regelmäßig präsentiert das Landesjugendorchester Bremen auch Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, so zum Beispiel mit einem Programm zeitgenössischer japanischer Werke im Kontext der „Cool Japan“-Ausstellung des Bremer Übersee-Museums.

Stefan Geiger ist Chefdirigent des Orquestra Sinfônica do Paraná (Brasilien), Erster Gastdirigent der Filarmonica Banatul (Rumänien). Er erhielt  seinen ersten Musikunterricht mit fünf Jahren und erlernte Klavier, Geige, Schlagzeug und Posaune. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe (1989 im Concours International du Festival de Musique de Toulon; 1992 im Wettbewerb des Festivals „Prager Frühling“).Stefan Geiger begann seine berufliche Karriere in jungen Jahren als Orchestermusiker: zunächst als Soloposaunist an der Bayerischen Staatsoper in München, wenig später in gleicher Funktion im NDR Elbphilharmonie Orchester in Hamburg. 1996 übernahm er – nach dem Abschluss seines Kapellmeisterstudiums und Assistenzen bei Christoph Eschenbach, Valery Gergiev und Christoph von Dohnanyi – die künstlerische Leitung des Landesjugendorchesters Bremen. In den Jahren 2002-2007 war er im Rahmen einer Gastprofessur mit der Leitung des Orchesters der Hochschule für Künste Bremen betraut.
In zahlreichen Gastdirigaten arbeitete er u.a. mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester, dem Ensemble Resonanz, den Würzburger Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Wuppertaler Sinfonieorchester, dem Transylvania State Philharmonic Orchestra, der Banater Philharmonie, dem Romanian Radio Orchestra, dem Marte Orchestra in Kimhae (Südkorea), dem Orquestra de Câmara da Cidade de Curitiba, dem Orquestra Sinfônica de Porto Alegre, dem Orquestra Sinfônica Municipal de Campinas,  dem Orquestra Sinfônica da Universidade de Sao Paulo im Sala Sao Paulo, dem Orquestra Sinfônica da Bahia, und dem Buenos Aires Philharmonic Orchestra am Teatro Colon in Argentinien.
Seit vielen Jahren gastiert Stefan Geiger beim NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg und leitete unter anderem Konzerte mit orchestraler Stummfilmbegleitung. Preisgekrönte Filme wie „The Artist“ (mit Oskar-Preisträger und Komponist der Filmmusik Ludovic Bource als Klaviersolist) oder „Ben Hur“, Komödien von Buster Keaton oder Dramen wie „Panzerkreuzer Potemkin“ begeisterten das Publikum.
Stefan Geiger ist Mitbegründer und Juryvorsitzender des „German Games Music Award“, einem Wettbewerb in Kooperation mit Radio Bremen, der jungen Komponisten, die anspruchsvolle Musik für Computerspiele schreiben, ein Forum gibt. Diese Idee fand im Internet ein großes Publikum: der Internet-Stream der ersten Veranstaltung 2012 wurde zu einem der meistgeklickten Beiträge seiner Art im „Arte-Liveweb“.
Im Jahre 2016 wurde Stefan Geiger GMD am Teatro Guaira in Curitiba (Brasilien). Die Zusammenarbeit mit dem Orquestra Sinfônica do Paraná verläuft sehr erfolgreich und wurde auf gegenseitigen Wunsch mehrmals verlängert. Im Juli 2019 wurde das Orchester unter seiner Leitung zum renommiertesten Festival Südamerikas, dem “Festival Internacional de Inverno de Campos do Jordao” eingeladen. In der laufenden Saison kehrt er mehrfach u.a. mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in die Elbphilharmonie zurück. Neue Begegnungen führen ihn ans Volkstheater nach Rostock, zur NDR Radiophilharmonie Hannover, zum Oulu Symphony Orchestra nach Finnland, zum Royal Scottish National Orchestra und zum Orquestra Sinfônica Brasileira nach Rio de Janeiro.