Datum & Uhrzeit

Datum 30. Oktober 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

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Kammerensemble Konsonanz

MEHR ALS KINDER – KÜCHE – KIRCHE:
200 JAHRE KOMPOSITIONEN STARKER FRAUEN

Eine Veranstaltung des Kammerensemble Konsonanz

ACHTUNG!: Aufgrund der aktuellen Corona-Bedingungen können Sie Ihre Karten erst ab einer halben Stunde vor Konzertbeginn abholen. Gehen Sie dann bitte direkt in den Saal und suchen sich einen der freigegebenen Plätze. Bitte keine unnötigen Wege.

10,00 25,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine halbe Stunde vor Beginn):


Kammerensemble Konsonanz – Streichquintett
Albert Lau – Piano

Programm:
Louise Farrenc (1804-1875): Klavier-Quintett Nr. 1 (1. Satz: Allegro)
Clara Schumann (1819-1896): Klaviertrio op. 17 (3. Satz: Andante)
Fanny Hensel (1805-1847): Lieder für das Pianoforte op. 8 (Nr. 1)
Luise Adolpha Le Beau (1850-1927): Klaviertrio op. 15 (3. Satz: Scherzo. Allegro)
Ethel Smyth (1858-1944): Streichquintett E-Dur (4. Satz: Adagio con moto)
Amy Beach (1867-1944): Klavierquintett Fis-moll (1. Satz: Adagio-schnell)

Lili Boulanger (1893-1918): Nocturne für Violine und Klavier
Lili Boulanger (1893-1918): Cortège für Violine und Klavier
Elizabeth Maconchy (1907-1994): Streichquartett Nr. 2 (3. Satz: Lento sostenuto)
Grazyna Bacewicz (1909-1969): Klavierquintett No. 1 (2. Satz: Presto)
Ilgin Ülkü (*1993): Sich motivieren für Streichquintett
Sofia Gubaidulina (*1931): Klavierquintett (1. Satz: Allegro)

Anhand der Lebensgeschichten verschiedener Komponistinnen macht das Programm “Mehr als Kinder, Küche, Kirche! – 200 Jahre Kompositionen starker Frauen” den mühsamen Weg zur Chancengleichheit in der Klassik sichtbar: Nach wie vor sind nur 1,9 % der in Abo-Reihen klassischer Musik gespielten Kompositionen von Frauen, werden nur 4 von 130 deutschen Berufsorchestern von Frauen dirigiert, werden nur 18 % der deutschen Musikverbände von Frauen geleitet.
Das paritätisch mit Frauen und Männern besetzte Kammerensemble Konsonanz und Pianist Albert Lau widmen sich mit diesem Projekt Kompositionen starker Frauen aus zwei Jahrhunderten – Clara Schumann, Fanny Hensel, Sofia Gubaidulina, Ethel Smyth, Luise Adolpha Le Beau, Amy Beach, Lili Boulanger, Grażyna Bacewicz, Elizabeth Maconchy und Ilgin Ülkü – Frauen, die teilweise heute einem breiten Publikum nicht bekannt sind, obwohl sie in ihrer musikalischen Ausdruckskraft den Werken ihrer männlichen Zeitgenossen in nichts nachstehen. Albert Lau hat für seine Debüt-CD „Unveiled“ (2019) bewusst Werke von Komponistinnen (Fanny Hensel, Clara Schumann) ausgewählt, um seinem Publikum wenig gehörte, jedoch sehr hörenswerte Werke zu erschließen.
Ein sensibles, hochaktuelles Projekt, das neue Klangwelten eröffnet und zugleich bestehende Ungleichheiten im klassischen Musikbetrieb schmerzhaft deutlich macht.

Das Kammerensemble Konsonanz ist eines der innovativsten Profi-Musikensembles der Bremer Klassik-Szene. Es umfasst professionelle Streichinstrumentalist*innen, die ihr Publikum mit ungewöhnlichen Konzerterlebnissen überraschen und gesellschaftlich relevante Thematiken musikalisch beleuchten. Die klassisch ausgebildeten Musiker*innen, die sich aus verschiedenen Kulturen zusammengefunden haben, begeben sich dafür auf die Suche nach Werken außerhalb des gängigen klassischen Repertoires. Sie spielen in der Regel ohne Dirigent*in, in variablen Besetzungen vom Duo bis zum Kammerorchester und präsentieren sich solistisch, begleitet von ihren Kolleg*innen.
Ihre Freude daran, mit innovativen inhaltlichen und räumlichen Konzepten zu experimentieren, führt zur sparten- und genre-übergreifenden Zusammenarbeit mit namhaften Musiker*innen, Tänzer*innen, Videokünstler*innen und Literat*innen.
Das Kammerensemble Konsonanz hat seinen Sitz in Bremen und ist stolz darauf, mit seinem Wirken die Werte zu transportieren, für welche die Hansestadt steht: Selbstverantwortung mit gleichzeitiger Weltoffenheit, Traditionsbewusstsein als Ausgangspunkt für neue Wege, Streben nach sozialer Inklusion. Auch die musikpädagogische Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen nimmt für die Musiker*innen einen wichtigen Stellenwert ein. In zahlreichen Kooperationen führen sie Instrumentalunterricht, Workshops und zielgruppenorientierte sowie inklusive Konzertformate durch.
Das Kammerensemble Konsonanz erhielt Stipendien der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Hochschule für Künste Bremen. Es hat bisher fünf CDs eingespielt (u.a. mit Pacho Flores, Edicson Ruiz, Jon Flemming Olsen (nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2021) und Fábio Brum (unter NAXOS)). Konzerte führten sie u.a. in die Hamburger Laeiszhalle, die Glocke Bremen und in die Berliner Philharmonie.

Weitere Informationen: www.konsonanz.com.

Der Young Steinway Artist Albert Lau (MMus, LRAM) wurde in Hong Kong geboren und tritt international als Solopianist wie auch als Kammermusiker auf. Die Ernennung zum Young Steinway Artist erhielt er 2018 von Steinway & Sons. Die klassische Klavierausbildung begann Albert Lau im Alter von 7 Jahren unter Josephine Cheung. Bei Emile Naoumoff, an der Indiana Universität in den USA, erreichte er seinen Bachelor of Music mit Auszeichnung „High Distinction“. An der Royal Academy of Music in London studierte Albert Lau unter Joanna MacGregor. Seinen Abschluss als Master of Music erreichte er mit Auszeichnung für seine besonderen Leistungen.
2019 war für Albert Lau durch nationale wie auch internationale Auftritte geprägt. Im Juni 2019 spielte er bei „Pianos en Fête“ im Rahmen des Festival International de Piano de La Roque-d’Anthéron in Frankreich und im Juli 2019 spielt er als Solopianist in der Konzertreihe „Pianists of the World“ sein erstes Konzert in St Martin-in-the-Fields in London. Gemeinsam mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra hat er im Frühjahr 2019 die chinesische Première für „Three Movements“ von Steve Reich gegeben. Bereits Ende 2018 gab Albert Lau ein erfolgreiches Debüt im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn. Weitere Konzerte in Deutschland, England und Israel standen 2019 auf dem Programm. Im November 2019 wurde sein erstes Solo-Album „Unveiled“ („Aus dem Schatten“) mit Werken von Clara Schumann und Fanny Hensel veröffentlicht. 2020 war auch für Albert Lau ein Ausnahmejahr. Die Corona-Pandemie hat alle Kulturschaffenden schwer getroffen. Im Januar gab Albert Lau zwei Solokonzerte, wobei vor allem das Konzert Ende Januar große, öffentliche Aufmerksamkeit erreichte. Lau gab für die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. ein Benefizkonzert „Piano gegen Rechts“ um gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung ein deutliches Zeichen zu setzen. Bundesweit wurde hierüber berichtet und auch der Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier dankte ihm für seinen Einsatz. Im Februar gab er das letzte Konzert in Brüssel, bevor Corona zum kulturellen Lockdown führte. Seitdem engagiert sich Albert Lau für die Corona-Hilfsplattform B.o.B. „Berühren ohne Berührung“ der Riverside Studios Cologne. Hier wurden mittlerweile 20 Konzerte aufgenommen wobei Albert Lau zwei Konzerte spielte. Erst im Herbst 2020, vor dem zweiten Lockdown, konnte er Live-Konzerte in Köln und in der Schweiz spielen. In 2021 stehen Konzerttermine im Schloss Homburg, in Bremen, Hamburg, Gütersloh, Köln, Genua und im Georgian Theatre Royal in Richmond, Yorkshire (Großbritannien) an. 2021 tritt Albert Lau u.a. gemeinsam mit dem Kammerensemble Konsonanz aus Bremen auf und plant eine Konzerttour mit der Geigerin Lelie Cristea.
Für Albert Lau ist es besonders wichtig, seine Konzertprogramme kreativ zu gestalten. Er ist von den Raritäten des klassischen Klavierrepertoires fasziniert, u.a. von Salonstücken bis hin zu den Bearbeitungen von symphonischen Werken. Darüber hinaus fasziniert ihn die Verbindung zwischen klassischer und zeitgenössischer Musik. Albert Lau bearbeitet und arrangiert u.a. populäre deutsche Melodien, um sie als Klaviersolo spielen zu können, wie z.B. „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Im Februar 2020 stellte der WDR ihn in einem Interview dem breiten Publikum vor. Seit Ende 2016 lebt er in Köln.

Weitere Informationen: http://laualbert.com/de/

Gefördert durch: Bremer Senator für Kultur, Wirtschaftsförderung Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Waldemar Koch Stiftung.
Mit freundlicher Unterstützung durch: Sophie Drinker Institut Bremen, Archiv „Frau und Musik“ Frankfurt, Programm „Young Steinway Artists“, Paula Modersohn-Becker Museum Bremen, Gut Hodenberg Bremen, Focke-Museum Bremen, KulturAmbulanz Bremen.
Medienpartnerschaft mit: EMMA

Eine Veranstaltung des Kammerensemble Konsonanz