Datum & Uhrzeit

Datum 25. April 2020
Beginn 21:30
Kasse 20:30

jazzahead! CLUBNIGHT

Die jazzahead! CLUBNIGHT präsentiert in diesem Jahr im Sendesaal drei extrem interessante PianistInnen: den in Deutschland weithin unbekannten, international aber gefeierten Sebastian Schunke mit seinem Berlin Quartet, die griechische Komponistin und Pianistin Tania Giannouli mit ihrem eigenwillig besetzten Trio und den grandiosen polnischen Tastenkünstler Marcin Masecki mit seinem Jazz Trio.

Für diese Veranstaltung gibt es keine Einzeltickets. Zugang ausschließlich mit dem jazzahead! CLUBNIGHT Ticket, das hier zu beziehen ist


21:30 – 22:15  Sebastian Schunkes Berlin Quartet
Sebastian Schunke – piano
Dan Freeman – sax
Marcel Krömker – bass
Diego Pinera – drums

Was hier geschieht, ist die unwahrscheinliche Symbiose vermeintlicher Gegensätze. Aus der mathematischen Präzision des avancierten Latin-Jazz, der Leidenschaft der lateinamerikanischen Volkskultur und des auf Schönberg und Webern zurückgreifenden Harmonieverständnisses der europäischen Moderne entsteht etwas Neues.
Josef Engels (Welt, Jazzthing, Rondo)

Mit hochgelobten CD Veröffentlichungen, unzähligen Tourneen durch Asien, Lateinamerika, Afrika, Europa und die USA nimmt Sebastian Schunke als erster Europäer einen festen Platz in der Spitze der internationalen Latin-Jazzszene ein, obwohl er in Deutschland zu Unrecht noch weitgehend unbekannt ist. Er gilt als der Innovator des modernen Latin Jazz. Renommierte Künstler wie Paquito d´Rivera, Nils Wogram, Antonio Sanchez, Richie Flores oder John Benitez begeisterten sich für Schunkes neuen Stil und sind Teil seines internationalen Wirkens.

Sein bedeutendstes Projekt ist sein seit 10 Jahren in fester Besetzung bestehendes Berlin Quartet. Mit diesem Quartet war er weltweit unterwegs in Peru, mehrfach in Kolumbien, mehrfach in China, in den USA, in Uruguay, Venezuela, Laos, Kuwait, Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua und in ganz Europa. Die Band hat es geschafft den von Schunke kreierten EuroLatin Jazz mit dem Sound des modernen Berlin zu verbinden und so eine einzigartige Symbiose der lateinamerikanischen und der modernen europäischen Musiktradition zu kreieren, für die Schunke weltweit gefeiert wird. Gemeinsam haben sie die CD „Life and Death“ aufgenommen.

„…Schunke sorgt mit seinen Kompositionen und Arrangements, die aktuelle ungerade Metrik mit traditionellen Clave-Pattern kombinieren, für eine fesselnde, Latin-Klischees überwindende Musik.
Rondomagazin

„Latin Jazz erfrischend eigenständiger, innovativer Couleur, und dahinter steckt ein Pianist/Komponist aus Deutschland. Weit mehr als hierzulande hat Sebastian Schunke sich in der internationalen Latin-Szene einen Namen gemacht“
Stereo

„… Einer der wichtigsten Neuerer des Latin-Jazz in den vergangenen Jahren kommt aus Deutschland. Sebastian Schunke heißt er, stammt aus Niedersachsen und genießt in den USA, China und Südamerika einen glänzenden Ruf….urbaner, hitziger Gegenwartsjazz vermengt sich mit dicht verzahnten Grooves aus Lateinamerika.“
Universitas

22:30 – 23:15  Tania Giannouli Trio
Tania Giannouli – Piano
Andreas Polyzogopoulos – Trompete
Kyriakos Tapakis – Oud

Die studierte Pianistin und Komponistin Tania Giannouli aus Athen ist stets multimedial und nie in ausgetretenen Pfaden oder Besetzungen unterwegs. In ihrem eigenwillig mit Trompete und Oud besetzten Trio reflektiert sie spielerisch und improvisatorisch die Verbindungen zwischen Okzident und Orient mit Minimal Music als gemeinsamem Nenner. Giannouli war mit diesem Trio bereits 2018 äußerst erfolgreich beim JazzFest Berlin und 2019 mit dem Projekt REWA beim Enjoy Jazz Festival zu hören.

23:30 – 00:15   Marcin Masecki’s Jazz Trio
Marcin Masecki – Piano, Keyboard
Jerzy Rogiewicz – Schlagzeug
Piotr Domagalski – Kontrabass

Marcin Masecki’s Jazz Trio ist eine relativ neue Formation. Obwohl Masecki einer von Polens interessantesten und fähigsten Musikern ist, hat er seit seiner Hochschulzeit nie mehr im klassischen Klaviertrio gearbeitet. Man kann sagen, dass er während seiner ganzen Karriere sein Augenmerk auf alles außer dem Pianotrio gelenkt hat: Big Bands, Blasorchester, klassische Symphonie Orchester, Chöre, Alternative Popbands, elektrische Quintette, akustische Duette, Sextette und Nonette, Kompositionen für Film und Theater, klassische Kammermusik, Masterclasses und viel Soloklavier.

Im letzten Jahr hatte Masecki bei einem morgendlichen Jogging eine intensive Inspiration vom Puls, vom Atem, dem Herzklopfen und der Art wie der eigene Geist bei physischer Aktivität zu wandern beginnt. Die Musik, die ihm währenddessen erschien, war die Basis des lang erwarteten Pianotrios. Man kann sich die trance-artige Qualität des Programms vorstellen, aber es war nicht nur der Rhythmus, der Masecki faszinierte. Es ist bekannt, dass etwas Befreiendes im Geiste passiert, wenn wir Sport treiben. Diese Geistesfreiheit kombiniert mit dem dauernden Radio, das jedem Musiker im Kopf rumgeht, brachte schließlich eine frische neue Musik für ein ganz altes und traditionelles Format hervor.

Masecki wird begleitet von seinen regulären Partnern Jerzy Rogiewicz am Schlagzeug und Piotr Domagalski am Kontrabass.