Datum & Uhrzeit

Datum
Sonntag, 15. Februar 2026
Beginn 18:00
Kasse 17:00

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Gitarrenrecital Frank Bungarten

Zwei Echo-Klassik-Auszeichnungen und einem Opus-Klassik-Preis und eine seit 40 Jahren andauernde internationale Konzerttätigkeit kennzeichnen Frank Bungarten als einen der weltweit profiliertesten Virtuosen der klassischen Gitarre. Im Sendesaal wird Bungarten Werke spanischer und lateinamerikanischer Komponisten spielen.

Programm: 

Federico Moreno-Torroba: Puertas de Madrid
-Puerta de Alcala
-Puerta del Angel
-Puerta Cerrada
-Puerta de Toledo
-Puerta de San Vicente
-Puerta de Hierro
-Puerta de Moros

Joaquin Turina: Sonata op.61

-Allegro/Allegretto tranquillo
-Andante
-Allegro vivo/Allegro moderato

*****
Manuel M. Ponce: Sonata mexicana
-Allegro moderato
-Andantino affettuoso
-Allegretto in tempo di serenata
-Allegretto un poco vivace
Antonio Lauro: Suite venezolana
(1917-1986) -Registro (Preludio)
-Danza negra
-Cancion
-Vals

 

Tickets von 10 € (erm.) bis 36 €

Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber:innen. Bitte zeigen Sie den Ausweis für die jeweilige Ermäßigung beim Einlass.

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Frank Bungarten ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Gitarristen unserer Zeit. Er begann vor dem Abitur sein Gitarrenstudium in Köln und trat während seiner Studienzeit in Jazz-Clubs und -Festivals, Rundfunk- und Plattenproduktionen als Saxophonist mit frei improvisierter Musik auf.
Seine internationale Karriere als Konzertgitarrist begann, als Altmeister Andrés Segovia persönlich ihn mit dem ersten Preis des Gitarrenwettbewerbs von Granada auszeichnete. Konzertreisen führten ihn in über vierzig Länder der Erde, auch als Repräsentant Deutscher Kultur im Auftrag des Goethe-Instituts.
Er spielte alle wichtigen Konzerte für Gitarre und Orchester und eine große Bandbreite an Kammermusik, u.a. mit ensemble modern, dem Norddeutschen Figuralchor, Szymanowski Quartett, Quartetto di Cremona, der Flötistin Andrea Lieberknecht, dem Lautenisten Stephen Stubbs und dem Fusion-Gitarristen Fareed Haque.
Seine zahlreichen CD-Aufnahmen für das audiophile Label MD&G, die grundsätzlich als Konzept-Alben angelegt sind und sich auf zentrale und gewichtige Werke des Repertoires konzentrieren, gelten in der Fachwelt als Referenz. Er wurde dafür mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem DIAPASON D’OR und dem höchsten Deutschen Musikpreis ECHO KLASSIK, später OPUS-KLASSIK, ausgezeichnet; dreimal als „Instrumentalist des Jahres“, einmal für die „beste Soloaufnahme des Jahres“.
Seit mehr als vierzig Jahren unterrichtet er als Professor in Deutschland und der Schweiz, sowie auf Meisterkursen und Seminaren eine stetig wachsende Zahl von Studenten aus aller Welt. Er unterstützt den traditionellen Gitarrenbau und führte als erster moderner Gitarrist die 10-saitige Doppelhals bzw. Bogengitarre Wiener Tradition wieder ins Konzertleben ein.

Dieses Programm ist zu je einer Hälfte umfangreichen Originalwerken für Gitarre jeweils spanischer und lateinamerikanischer Komponisten gewidmet:

Federico Moreno-Torroba ist in seiner Heimat berühmt für seine Zarzuelas, eine spezifisch spanische Form des Singspiels. Allerdings ist er auch der erste Komponist der Musikgeschichte, der ein Werk für Gitarre schrieb, ohne selber Gitarrenvirtuose zu sein. Danach folgten Manuel de Falla und all die anderen, die angeregt durch Andrés Segovia den Kern des Repertoires im 20. Jahrhundert schufen. Über eine Spanne von fünf Jahrzehnten entstanden zahlreiche weitere Werke, die sich durch besondere harmonische und melodische Raffinesse auszeichnen. Der Zyklus „Puertas de Madrid“ ist das letzte größere Werk und weniger bekannt, weil es durch seine komplexen Stimmführungen und überraschenden Wendungen herausfordert und nicht durch Segovia gespielt und publiziert wurde.

Während die Tonsprache von Moreno-Torroba wenig offensichtliche Assoziationen an klassische Flamenco-Traditionen aufweist, ist es bei Joaquin Turina gerade umgekehrt. Durch sein Studium in Paris Anfang des Jahrhunderts ist seine Musik einerseits impressionistisch geprägt, seine Behandlung der Gitarre jedoch stark durch eher archaische folkloristische Muster andalusischer Tradition beeinflusst. Dies ergibt eine sehr charakteristische stilistische Synthese, die in seiner einzigen Sonate meisterlich komprimiert wurde. Als Julian Bream in einem Interview am Ende seiner Konzerttätigkeit nach dem Werk gefragt wurde, das er gerne noch gespielt hätte, nannte er genau dieses.

Manuel M. Ponce ist der bekannteste mexikanische Komponist des 20. Jahrhunderts. Die posthume Veröffentlichung seiner jahrelangen Korrespondenz mit Andrés Segovia dokumentiert die besondere Beziehung zwischen den beiden, der ein reichhaltiges Oeuvre entsprang. Die kompositorische Virtuosität Ponces veranlasste Segovia, ihn zu drängen, die von ihm empfundenen Lücken des Repertoires durch Stilkopien bedeutender Komponisten wie Bach oder Schubert zu füllen oder mit Standards wie Folia-Variationen oder „24 Preludes“ in Konkurrenz zum Klavier-Repertoire zu treten. Die Sonata Mexicana als erstes größeres Werk reflektiert jedoch Ponces ureigensten Stil und ist gerade dadurch besonders reizvoll.

Von den vier großen lateinamerikanischen Gitarrenvirtuosen, deren Werke das Repertoire des 20. Jahrhunderts dominieren, Heitor Villa-Lobos, Agustin Barrios, Leo Brouwer und Antonio Lauro, ist letzterer der seltener gespielte. Während das Genre seiner „Valses Venezolanos“ noch relativ populär ist, machen seine typische polyrhythmische und kontapunktisch komplexe Schreibweise die anspruchsvolleren Werke, die eine erweiterte, modernere Tonalität anschlagen, weniger zugänglich. In der Suite Venezolano weicht die traditionelle geordnete Formensprache einem geradezu schlafwandlerischen, aber äußerst lebendigen und stets überraschenden „Flow“, inspiriert durch die allgegenwärtige indigene Musik seiner Heimat.