Datum & Uhrzeit

Datum 26. April 2020
Beginn 19:00
Kasse 18:00

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Offizielle Webseite

Ensemble New Babylon – Morton Feldman

DIESES KONZERT FÄLLT AUS WEGEN CORONA

Das Ensemble New Babylon mit der Abo-Reihe unter dem Motto: „Ein Stück – ein Konzert“ – Neue Musik im Sendesaal

Konzert III am 30.08.2020: Hans Werner Henze
Konzert IV am 08.11.2020: Jennifer Walshe

Eine Veranstaltung des Ensemble New Babylon

7,50 15,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
Mitgliedsausweis muss an der Abendkasse vorgezeigt werden.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


ENSEMBLE NEW BABYLON
Ein Stück – ein Konzert II

Programm:
Morton Feldman (1926 – 1987): Piano and String Quartet (1985)

Seit den späten 1970er Jahren nahmen Feldmans Kompositionen an Länge in einem solchen Grade zu, dass das zweite Streichquartett bis zu fünfeinhalb Stunden dauern kann. Es war besonders der Umfang dieser Werke, der zu Kontroversen Anlass gab, doch Feldman war jederzeit glücklich, wenn er versuchen konnte, seine dahinter stehenden Gedanken zu erläutern:

Meine ganze Generation hielt sich an die 20- bis 25-Minuten-Stücke. Das war unsere Uhr. Wir alle kannten sie und wussten mit dieser Uhr umzugehen. Sobald man aber einsätzige 20-bis 25-Minuten Stücke hinter sich lässt, entstehen andere Probleme. Bis zu einer Stunde Dauer denkt man über die Form nach, doch nach eineinhalb Stunden zählt der Umfang. Form ist leicht – das ist einfach die Gliederung von Dingen in Teile, doch der Umfang ist eine andere Angelegenheit. Man muss das ganze Stück überblicken – dazu bedarf es einer erhöhten Art der Konzentration. Vorher waren meine Stücke wie Objekte; jetzt sind sie wie sich entwickelnde Dinge.“

Wenn ein einzelnes Stück die Schönheit und die hypnotische Kraft von Morton Feldmans Endwerken verkörpert, dann ist es das Piano and String Quartet, 1985 nur 2 Jahre vor seinem Tod komponiert. „My favourite piece in my whole life“ nennt Feldman es selbst. Innerhalb seines Spätwerks wirkt es in seiner relativen Kürze und inneren Konzentration fast klassisch, vielleicht eine Spur dichter als die zeitlich extrem dimensionierten Spätwerke. Die innere Konsequenz der Musik, ihre niemals berechenbare, aber doch merkwürdig zwingende harmonische und klangliche Auffächerung lässt sich direkter und unmittelbarer als bei anderen Feldman-Werken nachvollziehen. Die Schönheiten dieser Musik sind von intimer Größe und bestimmt in ihrer Vermeidung von Erzähllogik.

Das Ensemble New Babylon wurde 2012 unter der Schirmherrschaft des damals regierenden Bürgermeisters der Hansestadt Bremen, Jens Böhrnsen, ins Leben gerufen, mit dem Ziel, in Bremen die Neue Musik wieder im Kulturgeschehen zu etablieren. Mittlerweile wurden über 50  Weltpremieren seit der Gründung aufgeführt. Es trägt seinen Namen aus der Idee heraus, mit Musik Menschen verschiedensten Hintergrunds zusammenzuführen und gemeinsam das Schöne im Ungewohnten und Neuen zu entdecken. Es ist ein festes Anliegen des international besetzten Ensembles, durch die emotionale Kraft der Musik für mehr Toleranz und Verständnis gegenüber dem „Anderen” zu sorgen.
Es soll ein Beispiel für das friedliche, freundschaftliche und gleichzeitig erfolgreiche Zusammenwirken von völlig unterschiedlichen Menschen sein, egal welch politischer und kultureller Hintergrund in ihren Ländern herrscht.
Fester Bestandteil der Konzerte des Ensembles ist das Nutzen von ungewöhnlichen Spielorten mit bestimmter Thematik. So erhielt das Ensemble bereits mehrfach Förderpreise des Deutschen Musikrates: Für ein Cross-Over-Projekt mit der Funkband Watson’s Mother inklusive eines Auftritts auf der Breminale 2013, für die 48 h nonstop Performance „The show must go on“ 2016 im Theater Bremen, die heutige Selbstdarstellungsmittel wie Facebook, WhatsApp und Blogs reflektierte und für die Musik-Tanz-Performance „ResonanzKörper“ 2017 in Koproduktion mit dem TanzKollektivBremen.
Das Ensemble New Babylon beschäftigt sich seit seiner Gründung 2012 mit zwei elementaren Dingen: Zum einen ist es die Aufführung von zeitgenössischer Musik in möglichst vielseitigen und anspruchsvollen Konzepten, zum anderen durch Musik für mehr Toleranz gegenüber dem Unbekannten, dem Fremden zu sorgen. Darunter fällt auch der kulturelle, friedfertige Austausch mit anderen Nationen, den das international besetzte Ensemble von Beginn an zu seinem Erkennungsmerkmal gemacht hat. So gab es zahlreiche Konzertprogramme und Tourneen mit dem Schwerpunkt Griechenland (2014), Polen (2015), Israel (2016), Argentinien/Chile (2017), Island (2018) und Südkorea (2019). Bisher spielte das Ensemble zwei CD-Produktionen ein. 2015 die CD „9“ beim Label STARFISH MUSIC mit Kompositionen von 9 Bremer Komponist*innen und 2017 eine Portrait-CD des spanischen Komponisten Benet Casablancas beim Label NAXOS.

In Bremen bespielt New Babylon nahezu alle Säle des öffentlichen Raums: Weserburg, Kunsthalle, Sendesaal, Dom, Kulturkirche St. Stephanie, Schwankhalle, Shakespeare Company, Theater Bremen, Hochschule für Künste und viele weitere kleinere Spielstätten. In Berlin trat das Ensemble u. a. in der Villa Elisabeth und der Kulturbrauerei auf, in Hannover im Sprengel Museum und in Hamburg in der Laeiszhalle, der Freien Akademie der Künste, der Alfred Schnittke Akademie International und der Elbphilharmonie.

Seit dem Jahr 2018 erhält das Ensemble New Babylon bis zum Jahr 2020 eine dreijährige Konzeptförderung der Freien Hansestadt Bremen.

Eine Veranstaltung des Ensemble New Babylon

Gefördert von:
–  Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
–  Ernst von Siemens Musikstiftung
–  Senator für Kultur
–  klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest