Datum & Uhrzeit

Datum 11. November 2022
Beginn 20:00
Kasse 19:00

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Ensemble GlossArte & Concerto Ispirato

Aus der Blütezeit der Hofkapellen in Wien und Berlin stellen GlossArte und Concerto Ispirato  zwei Konzerte für Posaune und Streicher, sowie für Cembalo und Streicher auf historischen Instrumenten vor.

Eine Veranstaltung des Ensemble Duo GlossArte

 

 

14,00 28,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
Mitgliedsausweis muss an der Abendkasse vorgezeigt werden.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, ab einer Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Duo GlossArte
Juan Gonzalez Martinez – historische Posaune
Lea Suter – 16´- Cembalo

Concerto Ispirato
Iris Maron
– Konzertmeisterin

Programm:
Johann Bernhard Bach (1676-1749): Ouvertüre in G für Streicher Nr. 2; Ouverture – Gavotte en Rondeau
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Konzert für Cembalo und Streicher in e-Moll Wq. 15
Johann Bernhard Bach (1676-1749): Ouvertüre in G für Streicher Nr. 2; Sarabande – Bourée – Air – Gigue
Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809): Konzert in B für Altposaune und Streicher

Historische Hofkapelle im 18. Jahrhundert in Salzburg und Berlin
Die Salzburger Hofkapelle war um 1730 in voller Blüte und verfügte über einen fähigen Posaunisten: Thomas Gschladt, er war Hofmusiker im 18. Jahrhundert in Salzburg und die Komponisten Wagenseil, Mozart, Haydn, Eberlin, Adelgasser u.a. haben virtuose Solokonzerte und Kammermusikstücke komponiert.
Einige Jahre zuvor, 1719 erhielt Johann Sebastian Bach als Kapellmeister in Köthen ein Cembalo des Berliner Instrumentenbauers Michael Mietke. Der hohe Preis, welcher für dieses Instrument bezahlt wurde, wirft aktuell die Frage neu auf, ob es sich ggf. um ein 16 Fuß-Cembalo handeln könnte.
Die jungen Musiker verfolgen damit einen neuen Ansatz in der Interpretation, die die Folge einer intensiven Auseinandersetzung mit der musikalischen Ausbildungsweise damaliger Musiker ist, sowie die Instrumente, welche sie zur Verfügung hatten und die Spielweisen.
Carl Philipp Emanuel Bach schrieb beispielsweise in seinen Autobiographischen Skizzen aus dem Jahre 1773: „In der Komposition und im Clavierspielen habe ich nie einen anderen Lehrmeister gehabt, als meinen Vater.“
Komponieren und Spielen war gleichermaßen Teil der musikalischen Ausbildung. Als hervorragender Cembalist, wurde er zu Lebzeiten anerkannt und war berühmter als sein Vater. So wurde er gleich auf einer Konzertreise mit Halt in Berlin vom Kronprinzen und späteren König Friedrich ll. von Preußen in dessen Hofkapelle engagiert und blieb da fast dreißig Jahre. In diese Zeit fällt auch die Komposition seines Cembalokonzertes in e-Moll Wq.15.
Aus der Blütezeit der Hofkapellen in Wien und Berlin stellt GlossArte nun zwei Konzerte für Posaune und Streicher, sowie für Cembalo und Streicher auf historischen Instrumenten vor.

GlossArte wurde von Juan González Martínez (Posaune) und Lea Suter (Orgel/Cembalo) gegründet. Die jungen Musiker haben sich zum Ziel gesetzt, die Literatur für historische Posaune und historische Orgel, sowie Cembalo bzw. deren Nachbauten zu erforschen und zu spielen. 2021 hat das Ensemble seine erste CD mit mehreren Ersteinspielungen auf der historischen Sauer-Orgel (1928) des Bremer Konzerthauses, zusammen mit der historischen Franz-Kuhn-Posaune (1920) beim Label Dabringhaus & Grimm aufgenommen (Erscheint Anfang 2022). Es handelt sich dabei nicht nur um erstmals eingespielte Werke, sondern auch um erstmals aufgenommene original erhaltene historische Instrumente. Neben nachgebauten Posaunen aus der Klassik, sowie mehreren original erhaltenen romantischen Posaunen, steht dem Ensemble ein rekonstruiertes 16´-Cembalo (gebaut von Matthias Kramer 2021) nach Vorbildern des 18. Jahrhunderts zur Verfügung.

Lea Suter absolvierte nach einer Ausbildung zur Orgelbauerin ein Musikstudium in Orgel, Cembalo und Clavichord u.a. bei Pieter van Dijk und Menno van Delft. Sie war als Organistin an der mitteltönigen Van der Putten-Orgel in Bremen, sowie im Künstlerdorf Worpswede tätig, wo sie die künstlerische Leitung der wöchentlichen „Worpsweder Orgelmusiken“ inne hatte. Seit mehreren Jahren ist sie Tutorin der internationalen Orgel- und Clavichord-Akademie in Smarano (Italien) und im Sommersemester 2021 hatte sie einen Lehrauftrag in Korrepetition für historische Blasinstrumente am Königlichen Conservatorium Den Haag. Neben ihrer Konzerttätigkeit als Solistin spielt sie auch mit dem Ensemble Concierto Ibérico und dem von ihr gegründeten Weckmann-Consort, sowie dem Duo GlossArte. www.leasuter.com/duo-glossarte

Juan González Martínez gilt als einer der vielseitigsten Posaunisten der Nachwuchsgeneration im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Er spielt auf historischen Instrumenten und beschäftigt sich mit der historischen Spielweise von der Renaissance bis in die Romantik, um den originalen Klang wiederzubeleben. Posaune studierte er in Murcia (Spanien) und schloss 2019 sein Masterstudium an der Hochschule für Künste Bremen und 2021 ein Postmasterstudium in Historische Posaune am Königlichen Conservatorium Den Haag bei Wim Becu ab. Er musiziert mit renommierten Orchestern und Ensembles der Alten-Musik-Szene in ganz Europa, bei denen er zahlreiche CDs aufnahm. Seine Projekte setzt er bei Concierto Ibérico, dem Weckman Consort (Lea Suter) und GlossArte um. www.concierto-iberico.com