Datum & Uhrzeit

Datum 11. Oktober 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

David Cohen, Cello und Alfredo Perl, Piano

Mit dem in Belgien geborenen David Cohen stellt sich einer der spannendsten Cellisten seiner Generation im Sendesaal vor. Der jetzt 31-jährige Virtuose studierte in England zunächst an der Yehudi Menuhin School und später an der Guildhall School of Music and Drama. Mittlerweile spielt Cohen mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten weltweit. Sein Instrument ist ein sehr besonderes: das „Ex-Pergamenschikow”-Cello von Dominicus Montagnana von 1735. Cohens Klavierpartner Alfredo Perl ist im Sendesaal ein guter Bekannter. Als Klaviersolist, künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters und leidenschaftlicher Kammermusiker gehört der gebürtige Chilene zu den vielseitigsten Musikern der Szene.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Radio Bremen

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12,50 25,00 

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(nur am Konzertabend, eine halbe Stunde vor Beginn):


David Cohen – Violoncello
Alfredo Perl – Klavier

Programm:
Ludwig van Beethoven:  Zwölf Variationen über ein Thema aus Händels Oratorium “Judas Maccabäus” G-Dur, WoO 45 (12′)
Franz Schubert:  Arpeggione-Sonate in a-Moll  D 821
Ludwig van Beethoven:  Sonate C-Dur op. 102 Nr. 1
Robert Schumann:  Drei Fantasiestücke op. 73
Bohuslav Martinů:  Variationen über ein Thema von Rossini

David Cohen und Alfredo Perl präsentieren in ihrem Konzert echte „Perlen“ der Celloliteratur aus Klassik, Romantik und Moderne. Zwischen Beethovens frühen Variationen über die berühmte Händel-Melodie „Tochter Zion“ und seiner C-Dur-Sonate von 1815 liegen mehr als 20 Jahre – Beethoven einmal als junger Meister der Variation und als Eroberer neuer Klangwelten. Franz Schuberts „Arpeggione-Sonate“ ist für ein Mittelding zwischen Gitarre und Cello entstanden. Heute gehört das Stück zum Kernrepertoire der Cellisten – eine wunderbare Musik, geprägt von tänzerischer Leichtigkeit und den Abgründen des „späten“ Schubert. Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73 sind im Original für die Klarinette geschrieben, entfalten aber auch auf dem Cello ihre typische Atmosphäre von romantischer Poesie und feurigem Temperament. Die Rossini-Variationen des gebürtigen Tschechen Bohuslav Martinu schlagen die Brücke ins 20. Jahrhundert und sind ein echtes Husarenstück für das Cello. Entstanden 1942 in den USA, klingt diese Musik wie eine Art „moderner Paganini“ – Cellissimo!

David Cohen, geboren in Belgien, studierte in England zunächst an der Yehudi Menuhin School und später an der Guildhall School of Music and Drama. Er gilt heute als einer der charismatischsten und spannendsten Cellisten seiner Generation.

Nachdem er im Alter von zehn Jahren sein Solo-Debut mit dem Orchestre National de Belgique gab, ist er als Solist mit international renommierten Musikern und Dirigenten wie Lord Yehudi Menuhin, Mstislav Rostropovich, Christoph von Dohnányi, Walter Weller, Sir Charles Mackerras und Vladimir Ashkenazy aufgetreten und spielte mit namhaften Orchestern, darunter BBC Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Zürcher Kammerorchester,  Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre de la Suisse Romande, RTE National Symphony Orchestra of Ireland, Seoul Philharmonic und NHK Symphony Orchestra.

David Cohen erhielt zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen. Seine Auszeichnung mit dem ECHO „Rising Star“ Award führte ihn als Solisten in die Carnegie Hall, das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, die Kölner Philharmonie und das Palais des Beaux Arts Brüssel.

Im Rundfunk war David Cohen unter anderem mit Lutoslawskis Cellokonzert zu hören (mit dem Philharmonia Orchestra) sowie mit Sofia Gubaidulinas Seven Last Words for Cello, Bayan and Strings (mit dem BBC Symphony Orchestra). Gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Liège nahm er das Cellokonzert von Édouard Lalo auf CD auf, sowie zuletzt das von ihm in Auftrag gegebene Konzert Katharsis der Komponistin Cheryl Frances-Hoad. Darüber hinaus hat er neue Werke von Ian Wilson, Gordon Crosse und ein viersätziges Werk für Solo-Cello und Streichquartett von Gavin Higgins in Auftrag gegeben, das 2018 beim Cheltenham Festival erstmals erklang.

David Cohen spielt das „Ex-Pergamenschikow”-Cello von Dominicus Montagnana (ca. 1735), was großzügig ermöglicht wird von Pat Morton und dem Razumovsky Trust.

Alfredo Perl
“Perl has earned his place among the giants of the keyboard”  The Times
“…auf dem besten Weg zum solitären Klassiker.“
  Frankfurter Rundschau
“Alfredo Perl hat in diesem Zyklus seinen Rang in der Oberklasse der Beethoven-Interpretation bekräftigt.”
Süddeutsche Zeitung

1965 in Santiago, Chile, geboren, studierte Alfredo Perl zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen.

Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Kissinger Sommer und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast.

Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. Im September 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London.

Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Preludes von Chopin auf DVD auf.

Alfredo Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter dem Detmolder Kammerorchesters.