Datum & Uhrzeit

Datum 14. März 2024
Beginn 20:00
Kasse 19:00

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Amaryllis Quartett: Struktur & Zufall

amaryllis 3×3 – Die Streichquartett Reihe des Amaryllis Quartetts im Sendesaal.

Eine Veranstaltung der „Freunde des Amaryllis Quartetts e.V.“

 

13,00 28,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
Mitgliedsausweis muss an der Abendkasse vorgezeigt werden.
Hier Mitglied werden.

Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, ab einer Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Amaryllis Quartett
Gustav Frielinghaus – Violine
Lena Sandoz – Violine
Mareike Hefti – Viola
Yves Sandoz – Violoncello

Programm:
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur, op. 74 „Harfenquartett“
Witold Lutoslawski: Streichquartett (1964)
Ludwig van Beethoven: Streichquartett B-Dur, op. 18/6

Als Ludwig van Beethoven sein Streichquartett op. 74 komponierte, tobte vor den Toren Wiens eine der blutigsten Schlachten der Napoleonischen Kriege. In nur dreißig Stunden verloren mehr als 40.000 Soldaten im Kampf um die Vorherrschaft in Europa ihr Leben. Dass es Napoleon nicht gelang einen eindeutigen Sieg zu erringen, wirkte in Österreich wie eine Siegesnachricht. Etwas von dieser Stimmung klingt in Beethovens Quartett wieder, das zwar in einer Atmosphäre brütender Schwermut ansetzt, um sich im ersten Allegro dann aber idyllischen Visionen des Friedens hinzugeben, die im Adagio und Scherzo durch wilden Kampfesmut konterkariert werden

Der Altmeister der Neuen Musik in Polen Witold Lutoslawski erschloss nach dem 2. Weltkrieg der musikalischen Avantgarde zahlreiche neue kompositorische Perspektiven. Dazu gehörten die Entwicklung eines eigenen Systems von atonaler Harmonik und vor allem das Experimentieren mit der Aleatorik, also mit einem teilweise vom Interpreten zu bestimmenden, zufälligen Verlauf einer Komposition. In keinem seiner Werke ist dieser Ansatz so deutlich erkennbar wie im 1964 entstandenen Streichquartett. Das Werk besteht aus 51 Klangfeldern, in denen die Spieler kurze Motive so lange wiederholen, bis einer von ihnen zum nächsten Feld übergeht.

Beethovens Streichquartett B-Dur op. 18/6 fällt aus den durchweg viersätzigen Werken des Zyklus insofern heraus, als dass dem Finale eine langsame Einleitung vorangestellt ist, deren Überschrift La malinconia auf die den Gemütszustand des Melancholikers und dessen fahle Stimmungslagen verweist.

Packend, ausdrucksvoll, vielschichtig“ (SZ) und mit einem „kommunizierenden Ensembleklang“ (nmz) begeistert das Amaryllis Quartett in seinen Konzerten regelmäßig Publikum und  Presse und gehört damit zu den interessantesten Streichquartetten seiner Generation. Konzertreisen führten das Amaryllis Quartett u.a. in die Elbphilharmonie, die Alte Oper Frankfurt, die Tonhalle Zürich, den Wiener Musikverein, das Teatro della Pergola Firenze, das Gran Teatro La Fenice di Venezia und in die Dai-ichi Seimei Hall Tokio. Regelmäßig gastiert es auf Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Heidelberger Frühling, dem Rheingau Musik Festival, dem Mosel Musikfestival und dem Lucerne Festival.
Außerdem rief das Quartett seine eigene Konzertreihe im Konzertsaal Solothurn ins Leben und gestaltet unter dem Motto „amaryllis 3×3“ einen Zyklus in der Laeiszhalle Hamburg, im Lübecker Kolosseum und im Bremer Sendesaal.
Die 2011 erschienene CD „White“ mit Werken von Haydn und Webern wurde 2012 mit dem ECHO Klassik für die beste Kammermusikeinspielung des Jahres ausgezeichnet. Sie bildete den Auftakt zu der von der Presse hochgelobten „Farbenreihe“, in der Werke verschiedener Epochen miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Eine Veranstaltung der „Freunde des Amaryllis Quartetts e.V.“