Datum & Uhrzeit

Datum 3. September 2020
Beginn 20:00
Kasse 19:00

residenz@sendesaal: Elisabeth Kufferath

Hinter jedem einzelnen Ton eine Welt von Gedanken

Elisabeth Kufferath spielt aus ihrem neuen Album TWO, das sie im Sendesaal aufgenommen hat. Werke von Bernd Alois Zimmermann, Thorsten Encke, Johannes X. Schachtner und Peter Eötvös.

Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung

15,00 30,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine Stunde vor Beginn):


Elisabeth Kufferath – Violine und Viola

‘Es wäre mein Wunsch, wenn….Sie sich über das rein Technische hinaus mit dem Stück so befassen würden, dass Sie tatsächlich hinter jedem einzelnen Ton eine Welt von Gedanken finden. In der Solosonate werden musikalische Gedanken zum Ausdruck gebracht, die über die Grundtatsachen des menschlichen Lebens nachsinnen, Geburt und Tod, Werden und Vergehen, und über die Liebe, und über all das, was ein Menschenherz bewegt.’
Bernd Alois Zimmermann über seine Sonate für Viola solo

 

Programm:

Bernd Alois Zimmermann (1918-1970)
Sonate für Violine solo (1951)
Präludiums
Rhapsodie
Toccata

Thorsten Encke (*1966)
‘Outline’ für Violine solo (2017)
komponiert für Elisabeth Kufferath
‘Inner Voice’ für Viola solo (2015)

Peter Eötvös (*1944)
‘A Call’ für Violine solo (2015)

Johannes X. Schachtner (*1985)
‘Epitaph’ für Violine (2008)
‘Patheia’. Epilog für Viola (2017)
komponiert für Elisabeth Kufferath

Bernd Alois Zimmermann
Sonate für Viola solo (1955)
‘…an den Gesang eines Engels’

 

Zwei große Solosonaten bilden den Rahmen des symmetrisch angelegten Programms: Bernd Alois Zimmermanns Kompositionen für die Violine und die Viola umschließen Musik der viel jüngeren Komponisten Thorsten Encke (Hannover) und Johannes X. Schachtner (München).

Deren Werkpaare beziehen sich jeweils auf einander: ‘Outline’ ist die musikalische Spiegelung von ‘Inner Voice’, und ‘Patheia’ ist ein Epilog zu dem neun Jahre früher geschriebenen ‘Epitaph’.

Zentrum und Achse bildet das Violinsolo ‚A Call‘ (2015) des Zimmermann-Schülers Peter Eötvös, das einen Bogen schlägt zwischen den Komponistengenerationen und den Jahren 1951 und 2017 als  zeitlichen Extremstellen des musikalischen Spektrums.

Elisabeth Kufferath
Die gebürtige Hamburgerin ist seit seiner Gründung 1992 Mitglied im Tetzlaff Quartett, das auf den großen internationalen Podien wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall in London und der Carnegie Hall in New York zu Hause ist. Weitere Konzerte führten das Quartett nach Paris, Zürich, Brüssel, Helsinki, Rom, San Francisco, Los Angeles, Cleveland, Tokio und Seoul. Die erste CD des Tetzlaff Quartetts mit Werken von Sibelius und Schönberg erhielt den Vierteljahrspreis der Deutschen Schallplattenkritik. Die zweite CD (Mendelssohn und Berg) gewann den Diapason d’Or de l’année 2015. In 2017 erschien die dritte CD mit Werken von Schubert und Haydn beim Label Ondine.
Neue Musik spielt eine große Rolle für Elisabeth Kufferath. So hob sie das ihr gewidmete Werk “Himmelfahrt” für Viola sola von Jan Müller-Wieland beim Feldkirch Festival aus der Taufe und spielte die deutsche Erstaufführung von Elliott Carters Figment IV für Viola in Freiburg. Thorsten Encke widmete ihr 2017 sein Violinsolostück ‘Outline’ und Johannes X. Schachtner schrieb für sie ‘Patheia’ für Viola solo. Beide Werke sind in diesem Konzert zu hören. Elisabeth Kufferath arbeitete außerdem unter anderen mit den Komponisten Moritz Eggert, Zeynep Gedizlioglu, Helen Grime, Ling-Hsuan Huang, Libby Larsen, Georges Lentz, Manfred Trojahn, and Jörg Widmann.

 
 
Rezensionen:

Elisabeth Kufferath erweist sich mit dieser Tour de Force als eine der bedeutendsten Violininterpreten unserer Zeit.
Klassik.com

Nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (longlist 2/2020)
Die expressive Präsenz und der klangfarbliche Artikulationsreichtum der Interpretin sind beeindruckend.
Fonoforum: 5 star review
Elisabeth Kufferath gestaltet diese unterschiedlichen Handschriften mit äußerster Intensität, Spannkraft, Präzision, ihre Ausdrucksmittel beherrscht sie in Perfektion.
Concerti.de: Album of the week