Datum & Uhrzeit

Datum 2. Juli 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

musicadia I: Counterpart – LUCE mit Franz Vitzthum

Der Countertenor Franz Vitzthum ist im Bremer Konzertleben ein guter Bekannter, der auch bereits mehrfach im Sendesaal Bremen zu Gast war. Zuletzt im Juli 2020 in einem denkwürdigen Radio Bremen Konzert mit Texten des Dichters Robert Gernhardt (Rezitation: Katja Schild) und Musiken von John Dowland. Für sein heutiges Konzertprogramm hat er die Schwestern Johanna und Elisabeth Seitz an seiner Seite, die mit Harfe und Psalterio eine besonders intime und ausgefallene Kombination von Saiteninstrumenten in den Sendesaal mitbringen.

Werke aus dem Carlo G. Manuskript sowie von Georg Friedrich Händel, Franz Schubert, Eva Sindichakis

Eine Veranstaltung von Radio Bremen in Kooperation mit dem Sendesaal Bremen

12,50 25,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine halbe Stunde vor Beginn):


Franz Vitzthum, Countertenor
Johanna Seitz, Harfe
Elisabeth Seitz, Psalterio

Nicht umsonst prägen das Licht (ital. »Luce«) und seine vielfältigen Symbole seit jeher die Kulturgeschichte des Menschen – denn Leben ohne Licht ist undenkbar. Das Thema Licht ist von zentraler Bedeutung in Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Religion; es ist auch und bis heute eine Quelle der Inspiration für Komponisten aller Stilepochen und Kontinente. Der Countertenor Franz Vitzthum hat zusammen mit den in der Alten-Musik-Szene heiß begehrten Schwestern Elisabeth und Johanna Seitz epochen- und genreübergreifend Werke für eine »erhellende« Stunde zusammengestellt. Für seine glockenreine Stimme wird Vitzthum weithin enthusiastisch gefeiert, unter anderem in Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, bei La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia.

Programm: LUCE – Lichte Kompositionen
Aurea luce –Gregorianischer Gesang
Improvisation                                    
Vaghi lumi del cielo (aus: I pastori di Bettelemme)Giovanni G. Kapsperger (1580-1651)
Improvisation
Con le stelle in ciel – Biaggio Marini (1594-1663)

Chof Keisara – Hebräisches Lied / Rudi Spring (*1962)
Eternal source of light – Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Toccata quarta – Ascanio Mayone (1570-1627)
O dulcis Jesu – Chiara Cozzolani (1602-1678)

Improvisation über „A flash of lightning“ – Susann Mac Donald (* 1935)
In darkness let me dwell – John Dowland (1563-1626)
Misterisoso (aus: Aina yön saapussa) – Fredrik Schwenk (*1960)
O Lucifer, son of the morning, UA – Peter Wenk (*1970)

Pone me ut signaculum – Bayerisches Lied / Sepp Hornsteiner (*1950)
(Kontrafactur über „Die Dunkelheit“)
Porti il sole (aus: La Generositá)Georg Reutter (1708-1772)
Improvisation
Wach auf mein Hort – Oswald von Wolkenstein (c.1377-1445)
Kristallen den fina –Rudi Spring (*1962)

So lang wöi d Löjb – Daniël Lohues (*1971)
(Kontrafaktur über „As de liefde mar blef winnen“)
Tarantella – Anonym (18. Jahrhundert)
Alla luce – Giovanni G. Kappsberger (1580-1651)

Hoson zēs, phainou / So lange du lebst, leuchte – Seikilos Lied (1.Jhd n.Chr)

Franz Vitzthum, geboren in der Oberpfalz, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte er 2007 bei Kai Wessel an der Musikhochschule Köln. Schon während seiner Ausbildung erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien.
Mittlerweile folgten Einladungen zu Solo-Abenden beim Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen, zu La Folle Journée in Nantes und dem Bach Festival Philadelpia. Er arbeitete u. a. mit den Dirigenten Nicolas McGegan, Kit Armstrong, Hermann Max, Howard Arman, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen.

Desweiteren hat er bei diversen Opernproduktionen mitgewirkt, u. a. bei Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (Glanert), Orfeo (Gluck) und Orlando generoso (Steffani) und in Spartaco (Porsile) an der Winteroper in Schwetzingen. Zahlreiche Händeloratorien (Theodora, Belshazar, Saul, Esther, …) und Entdeckungen von unbekannteren Komponisten gehören zum seinem festen Oratorienrepertoire.

Franz Vitzthum ist auch vielgefragter Kammermusikpartner. So konzertiert er regelmäßig mit dem Lautenisten Julian Behr, der Hammerklavierspielerin Katharina O. Brand, der Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky, dem Capricornus Consort Basel und sang mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck.

Als Ensemblesänger hat er bei Gruppen wie Weserrenaissance  Bremen (Manfred Cordes), Gesualdo Consort Amsterdam (Harry van der Kamp) , Cantus Cölln (Konrad Junghänel), Singer Pur, Die Singphoniker, und Ensemble Cinquecento mitgewirkt und CDs aufgenommen.

Diese vielseitige Tätigkeit spiegelt sich in seiner Diskographie, die mittlerweile mehr als 50 Titel umfasst und laufend erweitert wird, wider.
Nach seinen ersten Solo-CDs „Himmels-Lieder“, „Luthers Laute“, „Graupner-Duo Kantaten“ mit Miriam Feuersinger (Sopran) und „The Life. The Light. The way.“ Sacred Arias by G. F. Händel (mit L´Orfeo Barockorchester, Leitung Julian Tölle). die von der Fachpresse einhellig gelobt wurden, erschien im Januar 2021 „Nachthimmel“ (Katharina O. Brand, Hammerflügel) mit romantsichen Liedern von Bender, Dalberg und Schubert.
Er unterrichtet in Form von zahlreichen Kursen (für das Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz, die Landesmusikakademie Rheinland Pfalz oder bei der „Semana de Música Sacra de la Habana“ auf Kuba). Außerdem ist er Lehrbeauftragter für Gesang an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg und am Dr. Hoch´s Konservatorium Frankfurt.

Elisabeth Seitz hat wesentlich dazu beigetragen das Hackbrett in der Landschaft der europäischen Kunstmusik wieder zu verwurzeln.
Konzerte, CD- und Rundfunkaufnahmen mit namhaften Musikern und Ensembles wie Christina Pluhar (Arpeggiata), Philippe Pierlot (Ricercar Consort), Christian Zincke (Echo du Danube), Ton Koopman (Amsterdam Baroque Orchestra), Ensemble 1704, Franz Vitzthum, AKAMUS Berlin, Michele Claude (Aromates), Rudi Spring (Cosi van Tango), dem Sagas Ensemble Stuttgart, Trondheim Barokk, Nils Okland sowie der polnischen Folkband Kwartett Jorgi haben sie sehr bereichert und führten sie in viele Länder rund um den Globus.
Sie war Gast vieler renommierter Festivals sowie gänzlich unbekannter wunderbarer Menschen und Bühnen.
2006-2009 unterrichtete sie an der Anton-Bruckner-Universität Linz die Hackbrettklasse und 2014 -2020 brachte sie den Hackbrettstudenten am Innsbrucker Konservatorium Alte Musik näher. Auch Laien unterrichtet sie gerne, z.B. beim Wittenberger Renaissancemusikfestival.
Mit dem Ensemble nuovo aspetto (Michael Dücker) spielte sie Originalmusik für Pantaleon von Georg Reutter und Antonio Caldara (mit Valer Sabadus) für Accent und Sony ein.
2016 initiierte und organisierte sie ein erstes Hackbrettfestival in Wuppertal.

Johanna Seitz ist den historischen Harfen von der gotischen Harfe bis zur Pedalharfe „verfallen“, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Spiel der mehrreihigen Barockharfen liegt.
Als Solistin und Continuospielerin konzertiert sie sowohl auf den bedeutendsten als auch auf kleinen Festivals, dokumentiert durch zahlreiche Rundfunkmitschnitte und CD-Einspielungen.
Sie spielt u.a. mit Nuovo aspetto, Collegium 1704, dem Freiburger Barockconsort und dem Freiburger Barockorchester, Dorothee Oberlinger, Musica Fiata, Concerto Köln, dem Capricornus Consort Basel u.a. in den verschiedensten Kammermusikformationen und an Opernhäusern in ganz Europa.
Sie gibt Kurse an Hochschulen, z.B. am Mozarteum Salzburg und der Musikhochschule in Kattowitz, oder beim Wittenberger Renaissancemusikfestival. Darüber hinaus forscht sie nach Repertoire für ihr Instrument und ist Herausgeberin einer Harfenmusikreihe bei der Edition Wallhall.
Ihre Ersteinspielungen wiederentdeckter Harfenkonzerte von Georg Christoph Wagenseil und Johann Wilhelm Hertel sind bei den Labels Accent bzw. Aeolos erschienen.
Im Juni geht das von ihr initiierte Harfenfestival HarpCologne mit einer Hommage an Helga Storck, der Grand Dame der klassischen Harfenszene, an den Start. Für zwei Online-Konzerte im LOFT Köln konnten internationale Musiker und Komponisten gewonnen werden (www.loftkoeln.de).

Als Ensemble33zwo haben die beiden Musikerinnen zeitgenössische Kompositionen angeregt und uraufgeführt bzw. alte „himmlische“ Originalmusik wieder neu entdeckt. Sie genießen die intime Duobesetzung besonders, lieben spartenübergreifende Projekte in kleinen Formationen und sind damit auf internationalen Kongressen und Podien zu Gast, z.B. beim World Harp Congress Genf, dem European Harp Congress Amsterdam, dem International Harp Festival in Kattowitz, dem 100-Snaren-Festival Lommel, dem Dresdner Kunstfest, dem Festival Concerti delle Camelie in Locarno oder beim Musikfestival Bündner Barock. Ihre Ideen bringen sie auch im Ensemble Nuovo aspetto ein, zuletzt erschienen die CDs „Il Gondoliere Veneziano“ (mit Holger Falk, Bariton) und „Haydn – News“ u.a. mit neu entdeckten Kammermusikversionen von Haydns Symphonien.

Während der Corona bedingten Zwangspause haben sie die spartenübergreifende Konzertreihe „Kultur am Wendepunkt“ ins Leben zu gerufen, die im Juli in Wuppertal startet, und Stipendien des Musikfonds, des Deutschen Musikrats und des Landes Nordrhein-Westfahlen für die Vorbereitung und Umsetzung neuer Programmideen genutzt.

Eine Veranstaltung von Radio Bremen in Kooperation mit dem Sendesaal Bremen