Datum & Uhrzeit
| Datum |
Sonntag, 29. November 2026
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| Beginn | 18:00 |
| Kasse | 17:00 |
Weiterführende Links
| Offizielle Webseite |
Media-Box
STEGREIF ORCHESTER „freemahler-What the earth tells us“
Das innovativste Klassikensemble unserer Zeit zum ersten Mal im Sendesaal: Stegreif sucht neue Präsentationsformen und neue künstlerische Ansätze, um das Format Konzert zu entkrusten und für alle Genres und künstlerischen Einflüsse zu öffnen. Dabei entstehen Gesamtkunstwerke, die alle Sinne ansprechen.
Das Stegreif Orchester thematisiert musikalisch die Zerstörung der Natur, indem sie Mahlers Melodien u.a. aus den Sinfonien Nr. 1, 3 und 10, dem Lied von der Erde sowie den Wunderhornliedern mit improvisatorischer Leichtigkeit präsentieren. Dieser Leichtigkeit werden, wie auch bei Mahler, zugleich die Aspekte von Vergänglichkeit und Zerstörung gegenübergestellt. Hierfür wurden vier Komponist*innen(-teams) mit sehr unterschiedlichen Klangsprachen beauftragt, jeweils einen Satz zu arrangieren. Das Programm beruht nicht auf der Bearbeitung eines einzigen klassischen Werks, sondern enthält Bezüge auf unterschiedliche Werke Gustav Mahlers, die jedoch das gemeinsame Thema Natur verbindet. So entsteht eine vielseitige Refl exion von Mahlers musikalischer Welt am heutigen Scheitelpunkt der Zeit.
Programm:
Sebastian Caspar
Arrangement#1 based on 1st Symphony
Malte Schiller
Ablösung im Sommer, based on 3rd Symphony and Des Knaben Wunderhorn
Franziska Aller & Alistair Duncan
Your Majesty, Earth, based on 10th Symphony
Sebastian Caspar
Arrangement#2 based on 1st Symphony
Claas Krause
“EURE KINDER WÄREN AUS BLOSSEM FEUER MIT MESSERN ALS FINGER”, based on various Mahler pieces
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STEGREIF – THE IMPROVISING SYMPHONY ORCHESTRA
Stegreif zeigt neue Wege, wie ein zeitgenössisches Orchester heute aussehen kann. Die genreübergreifenden Musiker*innen verbinden Rekompositionen sinfonischer Musik mit Improvisation, spielen auswendig, ohne Dirigent*in und gewinnen so mehr Freiheit für Bewegung und Interaktion.
Seit der Gründung des Orchesters im Jahre 2015 wurde jedes Jahr mindestens ein neues Konzertprogramm erarbeitet: freebeethoven, freeschubert, freebrahms, free∃roica, bfree, freemahler, explore_mozart, explorefreischütz, improphonie, symphony of change, explore_händel, freebruckner oder freesolo. Zudem wurden Koproduktionen u.a. mit der Neuköllner Oper (GIOVANNI. Eine Passion, MOON MUSIC, Neue Lieder von der Erde), dem PODIUM Esslingen, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der jungen norddeutschen philharmonie (TRIKESTRA), den Berliner Festspielen (Down to Earth), dem Into The Open Festival oder dem Beethovenfest Bonn realisiert.
Stegreif spielte dabei Konzerte auf renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Brucknerhaus Linz, der Tonhalle Düsseldorf, dem Radialsystem Berlin, beim Lucerne Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem ION Nürnberg sowie bei der FUSION, dem Detect Classic Festival, dem Ancient Trance Festival, dem Oranjewoud Festival (NL), auf dem Holzmarkt oder im Exploratorium Berlin.
Bei allen Kompositionen steht die Improvisation im Zentrum, aber auch das Einbinden unterschiedlicher Musikstile von Jazz über Volkslied und arabischer Musik bis Techno ist ein wichtiger Bestandteil. Neben den Komponist*innen des Ensembles wie Juri de Marco, Alistair Duncan, Julia Biłat, Franziska Aller, Tabea Schenk, Nina Kazourian, Sebastian Caspar oder Bertram Burkert, gab Stegreif Werke und Arrangements in Auftrag bei Uri Caine, Mike Conrad, Wolf Kerschek, Malte Schiller sowie Claas Krause. Außerdem arbeitete es mit den Regisseur*innen Tristan Braun, Gineke Pranger, Ulrike Schwab, Tino Sehgal, Sommer Ulrickson, David Fernández, Theresa von Halle und Ela Baumann sowie mit musikalischen Gästen Abel Selaocoe, Caroline Widmann, Nils Landgren, Markus Stockhausen, Thomas Klug und Rosanne Philippens zusammen.
Daneben wurden strukturiert Musikvermittlungskonzepte aufgebaut. Das Orchester hat mehrfach mit Laien oder Jugendlichen gemeinsame Konzertprogramme entwickelt wie z.B. BE:community mit dem Konzerthaus Dortmund, oder Egmont an der KUG Graz, und gibt regelmäßig Workshops zu Orchesterimprovisation, zuletzt mit Partner wie Jugend Musiziert, dem Landesmusikrat Berlin, dem Kultusministerium Hessen, dem Staatstheater Augsburg, der HfM München, der mdw Wien oder der TU Cottbus. 2024 begleitete Stegreif als Mentoren den Playground Wettbewerbs der Musikhochschule Detmold und hatte eine Residenz bei TONALi in Hamburg inne in der es ein Programm mit Beteiligung von 200 Schüler*innen entwickelte.
Stegreif wurde bereits mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Startup-Music-Preis Berlin 2016, „D-Bü“ Wettbewerb Studierender der deutschen Musikhochschulen 2017 (Thema: Zukunft des Konzertformats), Würth Preis 2018 der Stiftung Jeunesses Musicales, Fellowship im Programm #bebeethoven des PODIUM Festivals Esslingen 2018-2020, Europäische Trendmarke des Jahres 2019 beim 14. Europäischen Kulturmarken-Award, TONALi-Award „Mut zur Utopie“ 2023.
Gefördert wurde Stegreif bisher u.a. gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Karl Schlecht Stiftung, die Alfred Töpfer Stiftung F.V.S, die AVENTIS foundation, die con moto foundation die Deutsche Orchester Stiftung, die Claussen Simon Stiftung oder die Zeit Stiftung Bucerius.



