Datum & Uhrzeit

Datum 1. December 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

residenz at sendesaal: Elisabeth Kufferath – in manus tuas

In ihrem zweiten Solokonzert in der Reihe residenz@sendesaal schlägt die Geigerin und Bratscherin Elisabeth Kufferath auf mehreren Ebenen einen weiten historischen Bogen zwischen  Jetztzeit und dem 16. Jahrhundert.

ACHTUNG!: Für dieses Konzert gelten die 2G-Regeln.


Elisabeth Kufferath – Violine und Viola

Programm:
Caroline Shaw (*1982): „in manus tuas“ für Viola

Augusta Read Thomas (*1964): „Incantation“ für Viola

Peter Eötvös (*1944): „A Call“ für Violine

György Kurtág (*1926): Aus Signs, Games and Messages für Violine:

  • „Hommage à J.S.B.“
  • „In Nomine-all‘ongherese“
  • „Doloroso“

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Partita Nr. 2 in d-moll für Violine solo, BWV 1004

  • Allemanda
  • Corrente
  • Sarabanda
  • Giga
  • Ciaccona
Caroline Shaw’s Violasolo ist inspiriert von Thomas Tallis’ Motette „in manus tuas“ (16. Jahrhundert). Indem die Komponistin einige von Tallis‘ harmonischen Wendungen improvisatorisch färbt und ausdehnt, möchte sie das Empfinden der kostbaren Zeitlosigkeit beim Hören der Musik in einem wunderbaren Raum einfangen.
In diesem Programm liebe ich die Verbindungen von verschiedensten Zeiten, das Gleichzeitige von Vergangenheit und Gegenwart, von Sterblich- und Unsterblichkeit. Augusta Read Thomas’ „Incantation“ ist der früh verstorbenen Geigerin Catherine Tait gewidmet. Peter Eötvös bezieht sich in „A Call“ auf eine Zeile aus James Joyce‘s Ulysses („And a call, pure, long and throbbing. Longindying Call.“)

György Kurtágs Musik hat nicht nur in der Hommage an J.S.B. einen tiefen Bezug zu Johann Sebastian Bach. Das Programm mündet in der großen d-moll Partita von Bach.

Die Geigerin und Bratschistin Elisabeth Kufferath ist eine vielseitige Solistin und begehrte Kammermusikerin, u. a. als Mitglied im Tetzlaff Quartett. Neue Musik spielt eine große Rolle für die gebürtige Hamburgerin. Moritz Eggert schreibt zurzeit ein Violinbratschenkonzert für Elisabeth Kufferath, das 2021 in Hamburg uraufgeführt wird. Bei den Schwetzinger Festspielen 2021 spielt sie das Violinkonzert von Alban Berg. In 2022 führt sie das Violinkonzert »Graal Théâtre« von Kaija Saariaho in Helsingborg auf.
Elisabeth Kufferath hob die ihr gewidmeten Solowerke für Violine bzw. Viola von Jan Müller-Wieland, Thorsten Encke, Johannes X. Schachtner und Geoffrey Gordon aus der Taufe. Sie spielte deutsche Erstaufführungen von Solowerken von Elliott Carter und Peter Eötvös in Freiburg und Berlin. Zu ihrem Lieblingsrepertoire gehören die »Sequenza VIII« für Violine und die »Sequenza VI« für Viola von Luciano Berio sowie die Solosonaten von Bernd Alois Zimmermann.
Im April 2009 ist Elisabeth Kufferath einem Ruf als Professorin für Violine an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gefolgt.