Datum & Uhrzeit

Datum 17. Mai 2023
Beginn 19:00
Kasse 18:00

realtime-festival: eröffnungskonzert

internationales festival für neue musik bremen

Eine Veranstaltung des realtime festivals bremen

12,00 40,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, ab einer Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


19.00 Opening I: Pas de Deux
Klavier & Visual Piano
Claudia Janet Birkholz – Klavier
Laurenz Theinert – visual piano

Inhalt: Musik und Farbformen in Korrespondenz, Klavier und visual piano im Klang-Farb-Rausch: Claudia Janet Birkholz und Laurenz Theinert gehen im Eröffnungskonzert des Realtime-Festivals in den besonderen Dialog. Während Claudia Janet Birkholz Werke von Otte, Ligeti und Dallapiccola am Flügel spielt, erobern Farben und Formen die Wände, Decken und Gegenstände des Raumes: Laurenz Theinert spielt zu den Klängen an seinem selbst entworfenen visual piano und zaubert farbenprächtige Landschaften als Antworten. Doch auch die Pianistin geht in diesem sinnreichen Konzert auf die Farbräume ein und improvisiert anschließend dazu. Eine sich ständig verändernde Performance aus Tönen, Farben und Mustern führt zum überbordenden Genuss aller Sinne. Ein Abend, der tatsächlich einzigartig ist.

Link: https://vimeo.com/315864259

Claudia Janet Birkholz,
geboren in Bremen, ist eine im In-und Ausland gefragte Interpretin für Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie studierte Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen bei Kurt Seibert und ist dort seit 1993 Dozentin für Klavier und zeitgenössische Musik. Freude am Experimentellen, ein hoher intellektueller Anspruch, sowie die Sensibilisierung des Publikums für ungewöhnliche akustische Ereignisse machen ihre Konzerte zu besonderen Erlebnissen. Sie trat u.a. bei den Bodenseefestspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, Gaudeamus MusicWeek, Wien modern, den Berliner Festwochen, dem Ultraschallfestival, dem Festival für zeitgemäße Musik Bludenz und den Bregenzer Festspielen auf und widmet sich in letzter Zeit besonders der Entwicklung neuer  Konzertformate in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern, Psychologen, KI-Forschern und Mathematikern.
Sie ist Produzentin von vielfach ausgezeichneten Musikvideos gemeinsam mit der renommierten Filmemacherin Christine Jezior sowie die Initiatorin des Vereins „realtime-forum neue musik“ e.v. und künstlerische Leiterin des „realtime – internationales festival für neue musik bremen“.

Der Fotograf und Lichtkünstler Laurenz Theinert (*1963) studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste, Stuttgart und Leicester University, GB. Als Live-Licht- und Medienkünstler konzentriert er sein Schaffen auf visuelle Erfahrungen, die nicht bildhaft auf etwas verweisen. Er strebt vielmehr nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn – durch den Wunsch nach weiterer Entmaterialisierung – von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte.
Um mit anderen beteiligten Künstler*innen (Musiker*innen und Tänzer*innen) zu interagieren hat er in Zusammenarbeit mit Philipp Rahlenbeck das einzigartige Instrument »visual piano« erfunden. Live und in Echtzeit erzeugt er damit über ein MIDI-Keyboard grafische Strukturen, die raumfüllend projiziert werden.
Seine „visual piano“ Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt. Von Sao Paulo, London, Sydney, Berlin über New York bis Singapur. Er schafft mediale Lichträume mit 360° Panorama-Projektionen. So entstehen abstrakte, live gespielte Environments.
Theinert erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den VBKW Förderpreis (2009), den MuVI3 Award für synästhetische Medienkunst (2011), den Visual Music Award (2018) oder das Kavalierhausstipendium in Langenargen (2018).
Lehraufträge führten ihn an die HdK Giebichenstein in Halle, die Folkwang Universität der Künste, die Universität Stuttgart, die HAWK Hamburg oder die Beijing University of Technology.

20.00 Opening II: Ode Mystique
Ondes Martenot + Elektronik
Christine Ott & Elektronik

Werken von Goude, Michael, Tanaka, Hänni und Ott.

Die Ondes Martenot, ein monophones elektronisches Musikinstrument mit sieben Oktaven Umfang, machte seit seiner Erfindung im Jahr 1928 mit seinem variablen Klang Furore. Das elektronische Tasteninstrument wird mit der rechten Hand über ein Manual oder mittels eines Ringes gespielt, während mit der linken Hand Dynamik und Klangfarbe gesteuert werden können. Messiaen, Honegger oder Koechlin komponierten für das Instrument. Auch in der Filmmusik ist es bis heute oft zu hören (Die wunderbare Welt der Amelie).
Die französische Pianistin Christine Ott gilt als Virtuosin auf diesem Instrument. Sie wird weltweit auf Festivals eingeladen und wird beim Realtime-Festival 2023 das zweite Eröffnungskonzert spielen mit Werken von Goude, Michael, Tanaka, Hänni und Ott.

Link: https://youtu.be/nkCHnTWM9jI

Christine Ott, geboren 1963 in Straßburg, ist eine Virtuosin des Ondes Martenot, Pianistin, Komponistin und Lehrerin am Straßburger Konservatorium. Sie war Schülerin von Jeanne Loriod und Goldmedaillengewinnerin des Straßburger Konservatoriums. Sie gewann den Preis des Nationalen Konservatoriums für Musik und Tanz in Paris und 2002 den ersten Preis für Kompositionen von François de Roubaix beim Antibes World Underwater Image Festival.
Ott trat als Solo-Wave-Spielerin in vielen klassischen Orchestern und Festivals auf wie dem Menotti Festival in Italien und dem Olivier Messiaen Festival in Stockholm.
Beim ersten Budapest Electronic Music Festival vertrat sie das Ondes Martenot.
Sie arbeitete mit Yann Tiersen – bei dem sie zehn Jahre lang Mitglied seiner Gruppe war – aber auch mit Radiohead, Dominique A, Jean-Philippe Goude oder Syd Matters.
Sie war Interpretin oder Co-Komponistin bei zahlreichen Filmmusiken wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (Yann Tiersen), „Ou Va La Nuit“ (Hugues Tabar-Noval), „Les Bastards“ (Tindersticks) oder „Minute Bodies“, gemeinsam mit Stuart Staples und Thomas Belhom komponiert. Christine Ott schrieb die Originalmusik für den Film „La fin du silence“ von Roland Edzard (Directors’ Fortnight, Cannes 2011) sowie für den Film von Thai Phuttiphong Aroonpheng “Manta Ray” (Venedig Festival2018, Bester Film, Orizzonti).
Mit der Ondes martenot tritt sie solistisch sowie mit Ensembles überall auf der Welt auf.

christineott.fr