Datum & Uhrzeit

Datum
Samstag, 17. Oktober 2026
Beginn 19:30
Kasse 18:30

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MARKUS BECKER „Winter Motion“

Im Februar 2026 hat der Pianist Markus Becker im Sendesaal sein neues Album mit Improvisationen und eigenen Kompositionen aufgenommen. Unter dem Titel „Winter Motion“ (Geol. die Bewegung des grönländischen Eisschilds während der Wintermonate) versammeln sich ganz unterschiedliche Formate und Stilarten: spontane Miniaturen stehen neben ausladenden Improvisationen und eigenen Arrangements, bei denen Becker neben dem Steinway auch Synthesizer spielt. Sein ganzes musikalisch-biografisches Vokabular fließt in diese sehr persönliche Mixtur aus jazziger Freiheit und klassische geprägten Strukturen.

Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber:innen. Bitte zeigen Sie den Ausweis für die jeweilige Ermäßigung beim Einlass.

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Markus Becker – Klavier, Synthesizer

Ein Pianist für alle Formate: Seine Gesamteinspielung der Klavierwerke Max Regers gilt als „eine der seltenen wahrhaft großen Leistungen deutscher Pianistik der letzten fünfzig Jahre“ (Fonoforum); 2002 wurde sie mit einem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Ein exzellentes internationales Presseecho fanden jüngst auch Markus Beckers Einspielungen ausgewählter Haydn-Sonaten. Darüber hinaus sorgt der Pianist mit dem „Freistil“ seiner meisterhaften Jazz-Improvisationen für Furore. Im Kraftfeld von Jazz, Avantgarde und Klassiker-Assoziationen lässt er eine Musik entstehen wie „Staubkörner in einem Lichtstrahl: einfach brillant“ (Fidelity).
Markus Becker hat die Klavierkontinente vermessen, nun nutzt er die Direktverbindungen zwischen ihnen: Auf dem Podium wie im Studio setzt er Maßstäbe mit Konzerten von Bach, Beethoven, Brahms oder Gershwin, aber auch mit Wiederentdeckungen von Pfitzner, Reger, Hindemith, Draeseke, Widor oder Franz Schmidt. Neben seinem Interesse an entlegenem Repertoire und Werken von orchestraler Klangfülle lebt Becker die Freude an poetischer Leichtigkeit und geistreicher Kombinatorik aus. Sein freies Spiel verbindet hohes Formbewusstsein mit spielerischer Eleganz.
Von früher Kindheit an hat Markus Becker am Klavier improvisiert. Sein musikalischer Horizont formte sich bei internationalen Tourneen mit dem Knabenchor Hannover, bei Kammermusik, dem Spielen in Jazzbands und bei Auftritten als Bühnenmusiker. Neben dem Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, dem legendären Professor an der Musikhochschule Hannover, erhielt Becker wichtige künstlerische Impulse in der langjährigen Zusammenarbeit mit Alfred Brendel. Nationale und internationale Auszeichnungen stellten sich ein, so gewann Becker 1987 den Ersten Preis beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Hamburg.
Regelmäßig gastiert Becker beim Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Er musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Rundfunksinfonieorchestern der deutschen Sendeanstalten sowie dem BBC Welsh Orchestra. Zu den Partnern am Dirigentenpult zählen Michael Sanderling, Antonello Manacorda, Marcus Bosch, Steven Sloane oder Claudio Abbado.
Intensive Kammermusiktätigkeit entfaltet er an der Seite von Künstlern wie Albrecht Mayer, Igor Levit und Alban Gerhardt. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover leitet Becker als Professor eine Klasse für Pianisten und Ensembles.
Zahlreiche Schallplattenpreise und Auszeichnungen, darunter drei Mal ein Echo Klassik sowie 2019 ein Opus Klassik für die Live-Aufnahme des Klavierkonzerts von Max Reger.