Datum & Uhrzeit
| Datum |
Sonntag, 10. Januar 2027
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| Beginn | 18:00 |
| Kasse | 17:00 |
Weiterführende Links
| Offizielle Webseite |
Media-Box
KONZERT IM DUNKELN: SOLISTENCHOR BREMEN „Lux aeterna“
Erstmalig gastiert ein Vokalensemble in der renommierten Reihe „Konzert im Dunkeln“ des Sendesaals. Der Solistenchor Bremen möchte mit seinem Programm die ganze Bandbreite und Ausdruckskraft der menschlichen Stimme erlebbar machen.Das Programm schlägt eine Brücke über die Jahrhunderte und vereint Meilensteine der Chormusik von Bach bis Cage: Zentral ist der Himmelfahrtspsalm von Edvard Grieg für Baritonsolist und Chor. Knut Nystedts Bachparaphrase gilt inzwischen als moderner Klassiker. Der Chor knüpft daran an, verbindet es mit Klanglandschaften von György Ligeti und John Cage und lässt so die Grenzen von Zeit und Raum verschwimmen – bis hin zur Unhörbarkeit.
Programm:
Edvard Grieg
Jesus Kristus er opfaren (aus: Vier Psalmen, Op. 74)
Bach/Nystedt
Komm, süßer Tod / Immortal Bach
Sven-David Sandström
Wie glänzt in Schönheit deine Schöpfung
Ligeti
Lux Aeterna
Chorimprovisationen und Werken von Edvard Elgar, John Cage u.a.
Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber:innen. Bitte zeigen Sie den Ausweis für die jeweilige Ermäßigung beim Einlass.
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Der Solistenchor Bremen hat sich im Jahr 2023 gegründet, zunächst noch unter dem Namen Kammervokalisten. Das professionelle Vokalensemble zählt 12–18 Mitglieder, deren Schwerpunkt sowohl auf zeitgenössischer Vokalmusik als auch auf der Vokalpolyphonie der Renaissance liegt. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit stehen die Verbindung unterschiedlicher A-cappella-Gattungen, gesangliche Expressivität, dynamische Differenziertheit sowie höchste stimmliche Qualität und Virtuosität.
Alle Ensemblemitglieder sind studierte Sängerinnen und Sänger, die sowohl solistisch als auch in renommierten internationalen Ensembles tätig sind. Ihr gemeinsames Streben nach künstlerischer Exzellenz prägt den charakteristischen Klang des Chores.
Ein besonderes Anliegen des Ensembles ist die Vergabe von Auftragskompositionen. Im Jahr 2024 gab der Chor die Uraufführung von Steven Heelein (»In vobis spes III«). Für 2026–2027 sind zwei weitere Werke in Auftrag gegeben: ein a-cappella-Stück von Jan Sandström sowie von Therese Ulvo ein Werk für Chor und Schlagzeug (mit Hans-Kristian Kjos Sørensen), beide mit geplanten Premieren bei Festivals in Norwegen und Schweden.
Mit der Gründung des Solistenchors Bremen, der sich an der Tradition skandinavischer und deutscher Rundfunkchöre orientiert, verfolgt der künstlerische Leiter Johannes Liedbergius das Ziel, die Klangvielfalt in der Bremer Region zu erweitern. Die Mitglieder des Solistenchors Bremen erfüllen sich so den Wunsch nach einer musikalischen Heimat – nach einer neuen Stimme Bremens.
Musikalische Impulse erhielt Johannes Liedbergius von Erik Westberg und Grete Pedersen in Piteå und Oslo sowie auf Meisterkursen bei Eric Ericson, Peter Kooij und Toby Purser. Mit einer Spezialisierung in Gesang und Generalbass an der Hochschule für Künste Bremen schloss er sein Musikstudium erfolgreich ab.
Er trat als Dirigent mit Ensembles wie Norrbotten NEO, Norrköpings Symfoniorkester, Esbjerg Ensemble und Gävle Symfoniorkester auf und wirkte darüber hinaus als Kapellmeister in Kammeropernproduktionen und Uraufführungen.
Als Konzert- und Ensemblesänger musizierte er mit dem Barents International Chamber Choir, The Norwegian Soloists’ Choir und dem Göttinger Barockorchester. Regelmäßig spielt er als Continuoist mit dem Ensemble la festa musicale Hannover und Ensemble Schirokko und ist zudem künstlerischer Leiter des Alsfelder Vokalensembles Bremen.
Neben seiner musikalischen Tätigkeit widmet sich Liedbergius der philosophisch–pädagogischen und künstlerischen Forschung. Er hielt gefeierte Vorträge zum Thema Authentizität beim International Society for the Philosophy of Music Education in Oslo 2023 sowie beim Symposium 2025 in Bloomington, Indiana.
Liedbergius ist Gewinner des Schwedischen Dirigentenpreises 2012.


