Datum & Uhrzeit

Datum 15. December 2021
Beginn 20:00
Kasse 19:30

Media-Box

Esther Birringer release concert

Im August 2020 nahm die Pianistin Esther Birringer ihre Solodebüt-CD Once Upon A Time im Sendesaal auf mit pianistisch anspruchsvollem russischem Repertoire. Dies ist das coronabedingt verspätete release concert.

12,50 25,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, eine halbe Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Esther Birringer – Piano

Programm:
Sergei Prokofiev: aus Romeo & Julia – 4 der 10 Stücke für Klavier op. 75
Peter Tschaikovski/Mikhail Pletnev: Nussknacker Suite op. 71a
Igor Strawinsky: Trois mouvements de Pétrouchka

Das auf William Shakespeares Tragödie Romeo und Julia basierende, gleichnamige Ballett von 1935 stellt einen Höhepunkt im Schaffen Sergei Prokofievs dar. In seiner Klavierbearbeitung (1937) stellte er insgesamt 10 in sich abgeschlossene Stücke aus der Ballettmusik zusammen, in der er in seiner ganz eigenen Tonsprache die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Welt nachzeichnete. Die Darstellung der verschiedenen Charaktere, wie die junge Julia, Pater Lorenzo, Mercutio und die zerstrittenen Familien, ist meisterhaft und die Melodie des Stückes Die Montagues und Capulets eine der bekanntesten aus Prokofievs gesamtem Werk. Der unerbittliche, punktierte Rhythmus symbolisiert die Feindschaft der beiden Veroneser Familien und findet in dissonanten, klirrenden Akkorden seinen Höhepunkt.
Die unzähligen musikalischen und literarischen Verarbeitungen durch die Jahrhunderte und die Verfilmungen des Stoffes zeugen von der unumstrittenen, immerwährenden Aktualität.
Der Nussknacker ist neben Schwanensee und Dornröschen eines der bekanntesten Ballette von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, das unter anderem von Mikhail Pletnev für Klavier Solo bearbeitet wurde. E. T. A. Hoffmanns Nussknacker und Mausekönig und Alexandre Dumas’ spätere Version Geschichte eines Nussknackers dienten Tschaikowski als Grundlage. Die märchenhafte Handlung spielt zur Weihnachtszeit und entführt den Zuschauer in eine romantische Welt voller Fantasie.
Es geht um ein kleines Mädchen, das zu Weihnachten vom Patenonkel einen Nussknacker geschenkt bekommt. In der Nacht wird er lebendig und es kommt zu einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Hilfe des Mädchens siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und das Kind zum Dank in das Reich der Süßigkeiten mitnimmt. Sie reisen zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Tänzer aus verschiedensten Ländern präsentieren ihre Auftritte und die Krönung des Balletts ist der Pas de deux, der im erhabenen Andante maestoso sein Manifest findet.
Igor Strawinskys Ballett Pétrouchka gehört neben den beiden Balletten Le sacre du printemps und Feuervogel zu seinen bedeutendsten Werken. Seine virtuose Klaviertranskription des Werkes aus dem Jahre 1921 ist gespickt mit schablonenartiger Darstellung von Motivik und Rhythmik und rückt das Klavier stark als Schlaginstrument in den Vordergrund. Das Arthur Rubinstein gewidmete, dreisätzige Werk stellt höchste Ansprüche an seinen Interpreten und gilt bis heute als eines der anspruchsvollsten Kompositionen der Klavierliteratur.
Schauplatz der Geschichte ist ein Jahrmarkt in St. Petersburg und es geht um drei lebendig werdende Marionetten eines Gauklers. Der Kasper Pétrouchka verliebt sich unsterblich in die Ballerina, muss sich aber gegen seinen Konkurrenten, den prächtig gekleideten Mohren, behaupten. Von der Angebeteten wird er jedoch zurückgewiesen; am Ende erliegt er im Kampf gegen seinen Antagonisten und stirbt als tragischer Held der Geschichte.

Esther Birringer konzertiert regelmäßig in wichtigen Musikzentren im In- und Ausland und ist gern gesehener Gast bei führenden Orchestern und auf Kreuzfahrtschiffen. Neben ihrer solistischen Tätigkeit hat sich die Pianistin als gefragte Kammermusikerin etabliert. Esther Birringers CD-Einspielungen bei Rubicon Classics in Zusammenarbeit mit der Geigerin Lea Birringer haben Kritiker und Fachpresse begeistert. „Den Namen Birringer muss man sich merken“ konstatierte der Westdeutsche Rundfunk. Das neueste Album Di tanti palpiti hat Nominierungen für den Preis der deutschen Schallplattenkritik und die ICMA erhalten.
Esther Birringer wurde in Quierschied geboren und begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel. Zu ihren Mentoren zählen Karl-Heinz Kämmerling, Pascal Devoyon, Cécile Ousset und Arie Vardi. 2013 absolvierte sie das Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Während ihrer Studienzeit war sie erste Preisträgerin beim 6. Internationalen Klavierwettbewerb Johann Sebastian Bach in Würzburg und beim 9. Internationalen Klavierwettbewerb der Chopin-Gesellschaft Hannover, außerdem reüssierte sie beim Internationalen Grieg Klavierwettbewerb in Oslo, beim ZF Musikpreis und beim Deutschen Musikwettbewerb. Für ihre herausragenden internationalen Leistungen wurde ihr vom Stadtverband Saarbrücken der Kulturpreis für Nachwuchskünstler zuerkannt.
Esther Birringer hegt neben ihrer künstlerischen Aktivität ein großes pädagogisches Interesse. So erteilte sie bereits Meisterkurse in Europa, Asien und Lateinamerika und unterrichtete an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.