Barockorchester der Hochschule für Künste Bremen „Il ballo delle ingrate“
Studierende des Instituts für Alte Musik und Aufführungspraxis an der Hochschule für Künste Bremen nähern sich Claudio Monteverdis Werk „Il Ballo delle Ingrate“ unter der musikalischen Leitung des versierten Spezialisten Elam Rotem aus einer ganz anderen Perspektive als heute üblich: Statt Regietheater wird die Praxis historischer Gestik unter der Leitung von Nils Niemann eingesetzt, um den Fokus wieder ganz auf Monteverdis ausdrucksstarke Musik zu lenken. Carla Linné zeichnet sich für die Rekonstruktion historischer Choreographien verantwortlich.
Tickets nur an der Abendkasse für 10 € (erm. 5 €)
Sänger:innen und Instrumentalist:innen des Instituts für Alte Musik und Aufführungspraxis der HfK Bremen
Elam Rotem – Musikalische Leitung
Nils Niemann – Historische Gestik
Carla Linné – Choreographie und Einstudierung Tanz
Mechthild Karkow und Christoph Prendl – Konzept
Claudio Monteverdi: Il ballo delle ingrate
Am 28. Mai 1608 fand in Mantua eine prunkvolle Fürstenhochzeit statt: Francesco Gonzaga und Margarete von Savoyen besiegelten den Bund ihrer Ehe mit aufwendigen Tanz- und Theateraufführungen mit Musik, darunter auch ein Werk der ganz neu erfundenen Gattung Oper: Claudio Monteverdis „L’Arianna“, deren Musik heute fast vollständig verloren ist. Zur Erheiterung der illustren Hochzeitsgesellschaft komponierte Monteverdi ein weiters Stück mit Tanzeinlagen über ein Libretto von Ottavio Rinuccini, das – wie sein berühmter „‚L’Orfeo – in der Unterwelt spielt. Die für das 17. Jahrhundert völlig neuartige Verbindung von Sprache, Musik und Bewegung ist Monteverdis genialem Erfindungsgeist zuzuschreiben und hat auch nach über 400 Jahren nichts von seiner faszinierenden Wirkung verloren.


