Datum & Uhrzeit
| Datum |
Dienstag, 12. Januar 2027
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| Beginn | 19:30 |
| Kasse | 18:30 |
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| Offizielle Webseite |
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AUF SCHWARZEN UND WEIßEN TASTEN II: YULIANNA AVDEEVA
Das zweite Konzert der Reihe wartet mit einer kleinen Sensation auf, denn mit der 1985 in Moskau geborenen Yulianna Avdeeva kommt eine der herausragenden Pianistinnen der Gegenwart in den Sendesaal. Avdeeva ist in Bremen eine gute Bekannte, denn sie war schon mehrmals zu Gast beim Musikfest Bremen – sowohl als Orchestersolistin als auch mit einem Soloabend im großen Saal der Glocke. Die gebürtige Russin ist eine extrem vielseitige Musikerin mit einem breiten Repertoire von Bach bis zur Moderne. Als Gewinnerin des weltberühmten Chopin-Wettbewerbs in Warschau 2010 liegen Avdeeva natürlich besonders die Klavierwerke von Frédéric Chopin am Herzen. In ihrem Bremer Programm wird sie dessen komplette „Preludes“ op. 28 spielen. Dazu kommen Auszüge aus den „24 Präludien und Fugen“ op. 87 ihres Landsmanns Dimitri Schostakowitsch. Für Yulianna Avdeeva ist ihr Auftritt im Sendesaal Bremen eine Rückkehr an den Ort eines ihrer ersten großen Erfolge, denn sie war schon 2003 Preisträgerin beim „Europäischen Klavierwettbewerb Bremen“.
Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber:innen. Bitte zeigen Sie den Ausweis für die jeweilige Ermäßigung beim Einlass.
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Mit ihrem feurigen Temperament und ihrer virtuosen Brillanz hat sich Yulianna Avdeeva in die Weltspitze gespielt. Seit sie 2010 die Goldmedaille beim renommierten Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb gewann, feiert sie internationale Erfolge. The Telegraph rühmte sie dafür, das Feld „in puncto Leidenschaft und Musikalität, ganz zu schweigen von ihrer technischen Souveränität, konsequent anzuführen“, und beschrieb ihre Auftritte als „spontan, unberechenbar“ sowie „voller Tiefe und Farbe“. Mit Kraft, Überzeugung und tiefer Sensibilität zieht Yulianna Avdeeva das Publikum weltweit in ihren Bann.
In Europa gehört sie längst zu den absoluten Publikumslieblingen. Regelmäßige Konzertverpflichtungen führen sie in die Warschauer Philharmonie, das Rudolfinum in Prag, den Pierre Boulez Saal in Berlin, das Wiener Konzerthaus und die Elbphilharmonie in Hamburg. Jüngst gab sie zudem ihre gefeierten Rezital-Debüts bei den Festspielen in Salzburg und Gstaad sowie im Concertgebouw Amsterdam.
Zu den Höhepunkten von Yulianna Avdeevas Saison 2025/26 zählen eine Rezital-Tournee durch Korea und China sowie Auftritte beim Festival „Chopin und sein Europa“ in Warschau. Zudem gibt sie wegweisende Rezital-Debüts im Wiener Musikverein, in der Kölner und Berliner Philharmonie, bei der La Jolla Music Society, den Philip Lorenz International Keyboard Concerts, der DACAMERA-Reihe in Houston, beim Festival de Tannay in der Schweiz, der Società del Quartetto di Milano und im Music Center De Bijloke in Belgien. Im Círculo de Bellas Artes in Madrid ist sie erneut mit dem vollständigen Zyklus von Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen op. 87 zu erleben; beim Rudolf Firkušný Klavierfestival im Prager Rudolfinum präsentiert sie Auszüge daraus in einem Solo-Rezital.
Als Solistin konzertiert sie in dieser Saison mit Orchestern wie dem Seattle Symphony, Bournemouth Symphony, Pittsburgh Symphony, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem WDR Sinfonieorchester, den Dresdner Philharmonikern, dem Orchestre Consuelo beim Festival La Chaise-Dieu sowie der Franz Schubert Filharmonia. Nach ihrem jüngsten Auftritt beim Schostakowitsch-Festival im Gewandhaus folgt in dieser Spielzeit eine Europatournee an der Seite von Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester Leipzig. Im Bereich der Kammermusik stehen eine Tournee mit dem Belcea Quartet sowie Konzerte in Wien, Hamburg, Berlin und Madrid auf dem Programm.
In der Saison 2024/25 kehrte Yulianna Avdeeva nach ihrem ausverkauften Debüt im Jahr 2023 an die Carnegie Hall zurück – diesmal mit einem Chopin- und Liszt-Programm, das sie auch in Spanien, Deutschland, den USA, Frankreich, Österreich und Italien präsentierte. Darüber hinaus trat sie mit dem New York Philharmonic beim Bravo! Vail Music Festival auf, debütierte in der renommierten Celebrity Series in Boston und gab Konzerte beim Rockport Chamber Music Festival sowie beim Seattle Chamber Music Festival.
In Kooperation mit dem Boston Symphony Orchestra initiierte das Gewandhausorchester Leipzig im Frühjahr 2025 ein Festival zum 50. Todestag von Dmitri Schostakowitsch, bei dem Yulianna Avdeeva den kompletten Zyklus op. 87 zur Aufführung brachte. Neben dem Gewandhaus präsentierte sie dieses monumentale Werk unter anderem im Pierre Boulez Saal in Berlin, im Palau de la Música in Barcelona, im Saitama Arts Center in Tokio, beim Festival de Lanaudière in Québec, im Nationalen Zentrum für Darstellende Künste in Peking sowie in Ostrava (Tschechien) und Seon (Schweiz). Ihr Debüt beim Chicago Symphony Orchestra gab sie in der Saison 2023/24.
Zuletzt veröffentlichte Yulianna Avdeeva drei Alben beim Label PENTATONE: Resilience (2023), Chopin: Voyage (2024) und eine Gesamtaufnahme von Schostakowitschs op. 87 (2025). Ihre Diskografie ist ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer Kunst: Dazu gehören ihre Aufnahmen der Chopin-Klavierkonzerte mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter Frans Brüggen (2013), drei Solo-Alben mit Werken von Bach, Mozart, Schubert, Chopin, Liszt und Prokofjew (2014, 2016, 2017), die Zusammenarbeit mit Gidon Kremer für Mieczysław Weinbergs Kammermusik (2017 und 2019) sowie eine Solo-Einspielung für die Deutsche Grammophon (2015).
Im Jahr 2025 rief sie das Online-Projekt #AvdeevaShostakovichProject ins Leben, in dem sie jedes der 24 Präludien und Fugen vorstellt und spielt. Die Reihe knüpfte an #YuliannasMusicalDialogues an – einen digitalen Raum, in dem sie sich mit ihren Followern über die gemeinsame Leidenschaft für Musik austauscht. Klavierbegeisterte schätzten zudem ihr musikpädagogisches Online-Projekt #AvdeevaBachProject, das sie während der Covid-19-Lockdowns anbot und das über eine halbe Million Aufrufe verzeichnen konnte.


