Datum & Uhrzeit

Datum 31. Januar 2023
Beginn 20:00
Kasse 19:00

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Altera Pars – Eine lebenslange Reise

Das Ensemble Altera Pars präsentiert Kammermusik des weitestgehend vergessenen Komponisten Sebastian George aus dem 18. Jahrhundert

Eine Veranstaltung des Ensemble Altera Pars

Mit freundlicher Unterstützung von

8,00 22,00 

Sie können Tickets telefonisch vorbestellen unter 0421-33005767 oder direkt hier auf der Seite kaufen.

ACHTUNG: Freie Platzwahl. Online bestellte und damit bezahlte Tickets sind von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Ermäßigung gilt nur für Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Schwerbehinderte ab 70% und Bremen-Pass-Inhaber. Ein entsprechender Ausweis für die jeweilige Ermäßigung ist an der Abendkasse und bei Verlangen am Einlass vorzuzeigen.

Mitglieder des Freunde des Sendesaales e.V. erhalten 50% Rabatt auf den Normalpreis bei fast allen Veranstaltungen.
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Zur Abholung an der Abendkasse
(nur am Konzertabend, ab einer Stunde vor Beginn):


Im Vorverkauf auch erhältlich bei:


Ensemble „Altera Pars“

Programm:
Sebastian George (ca.1745 – 1796):
Im Konzert präsentiert das Ensemble einige seiner kammermusikalischen Werke

Während der Arbeit an der ersten CD „Les Barbares Galantes – Meisterwerke deutscher Komponisten in Moskau 1770-1800” (Aufgenommen im Sendesaal im Juli 2020) sind die Musiker*innen des Ensembles auf weitere völlig unbekannte und spannende Werke des deutschen Komponisten Sebastian George gestoßen. Es gab bestimmt Gründe, warum Sebastian George zusammen mit seiner Musik vollkommen aus der Musikgeschichte verschwunden ist, aber sicher nicht aus dem Grund, dass seine Musik nicht frisch, lebendig, original und qualitativ gut geschrieben war.

Sebastian George (ca. 1745 – 1796) stammte aus Mainz und war ein sehr abenteuerlustiger und aktiver Mensch. Er arbeitete als Komponist, Klavierlehrer und Dirigent und kam ca. 1767 nach Moskau.

Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war eine Zeit der rasanten Entwicklung des Musiklebens in Moskau. Angezogen von guten Gehältern unternahmen ausländische Musiker lange und schwierige Reisen, um Jahre in Russland zu verbringen oder ganz dort zu bleiben. Die Arbeit in einem fernen Land gab neue Perspektiven und kreative Impulse beim Komponieren. Einer dieser Kapellmeister-Komponisten, der ca. 1766 in Moskau auftrat, war der um 1740 in Mainz geborene Sebastian George. In den frühen 1770er Jahren verbanden ihn seine Aufgaben als Kapellmeister mit der Moskauer Universität und den Privatkapellen der Scheremetjews und Rasumowskis. Von 1776 bis 1779 unterhielt er in St. Petersburg als Kaufmann ein Geschäft, das Noten, Musikinstrumente und andere Waren, z. B. Wein, importierte. Er hat mit dem berühmten Petrowski-Theater gearbeitet, organisierte mehrere große Vokal- und Instrumentalkonzerte und veröffentlichte eigenen Kompositionen und lehrten die Kunst des Klavierspiels.

Leider geriet seine Arbeit im 19. Jahrhundert völlig in Vergessenheit; in den ersten Studien zur russischen Musik des 18. Jahrhunderts wurde George nur am Rande erwähnt. Da seine Musik den Forschern unbekannt war, zählte man ihn zu jenen Fremden, die man abschätzig als „eine ganze Generation ausländischer Komponisten, die nach Russland kamen, um Arbeit zu suchen“ bezeichnete. Diese Einschätzung konnte sich erst ändern, als die Leiterin der Musikabteilung der Wernadski-Nationalbibliothek der Ukraine in Kiew Larissa Ivtschenko eine wissenschaftliche Veröffentlichung des Katalogs der Sammlung des Grafen A. Rasumowski durchführte. Die Entdeckung von Manuskripten von Georges Orchester- und Kammermusikwerken gab den Impuls für ihre Aufführung, und die Qualität der George Musik übertraf alle Erwartungen.
Die Bandbreite der Genres, in denen der Komponist arbeitete, ist sehr groß. Da ist die Oper, sind Kantaten, Orchestersymphonien, Klavierkonzerte, verschiedene Kammermusikwerke – Quintette, Streich- und gemischte Quartette, Trios, Klaviermusik mit und ohne Begleitung. Unser Programm enthält Kammerkompositionen für eine Vielzahl von Kombinationen von Instrumenten – auch ganz ungewöhnliche…